Die Glocken läuten weiter

Als Zeichen der Verbundenheit. Als Zeichen dafür, dass wir so gut aufeinander Acht gegeben haben und in dieser Krise zusammen standen.

Wir wollen mit den Glocken all jenen danken, die sich in dieser Zeit solidarisch gezeigt haben, ob durch Nachbarschaftshilfe, das gemeinsame Gebet, durch den Kauf von Gutscheinen, um den Einzelhandel zu stärken oder durch ein aufmunterndes Wort bei der Begegnung auf Abstand. Und wir uns alle dazu ermuntern, auch weiterhin aufeinander Acht zu geben. Wir werden noch eine Weile mit der „neuen Normalität“ leben müssen. Die Glocken erinnern uns daran, was wir uns ganz zu Anfang der Pandemie vorgenommen haben:

Wir denken aneinander. Vor Ort in Gonsenheim. In Mainz. In Deutschland. Und Weltweit.
Und beten füreinander. Für die Kranken. Für die Helfenden. Für die Nachbarn und für die Lieben.
Ein Vater Unser mag die 5 Minuten Glockenläuten beschließen.
Und die Bitte:
„Segne uns, oh Gott. Sei bei uns mit Deiner Kraft. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen“

 

Stand: 02.07.2020

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Infos zu den Gottesdienstbesuchen

NEU: Auf eine Anmeldung zum Gottesdienst im Vorhinein wird verzichtet.* Die Gottesdienstteilnehmenden tragen sich mit Anschrift und Telefonnummer auf einem Zettel, der mit einem Kugelschreiber auf den Platz im Gottesdienstraum gelegt wird ein und werfen ihn am Ende des Gottesdienstes in eine Box am Ausgang. Der Mundschutz darf am Sitzplatz abgenommen werden.

* Aus logistischen Gründen bitten wir Menschen aus einem Hausstand sich vorher anzumelden, wenn sie zusammensitzen möchten.

Montag – Freitag (12.00 Uhr) (während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros telefonisch unter Tel: 44188 oder per Mail: gemeinde@ekg-gonsenheim.de)

Bitte beachten Sie die Hygiene- und Schutzhinweise im Schaukasten und auf unserer Homepage.

 

Stand: 02.07.2020

 

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Die Gemeindebücherei ist unter Auflagen geöffnet

Ab kommenden Mittwoch, den 10.06.2020 (16:00-18:00) öffnet die Gemeindebücherei unter Bestimmungen eines Hygiene- und Schutzkonzeptes, das Sie sich gerne hier herunterladen können.

 

Stand: 03.06.2020

 

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Andacht zum Sonntag Kantate

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Zum Mitsingen am Ende der Andacht

 

EG +95

 

Ich sing Dir mein Lied. In ihm klingt mein Leben / Die Töne, den Klang hast du mir gegeben / von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde, / du Quelle des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

 

Ich sing Dir mein Lied. In ihm klingt mein Leben. / Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben / von Nähe, die heil macht, wir können dich finden, / du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

 

Ich sing Dir mein Lied. In ihm klingt mein Leben. / Die Töne, den Klang hast Du mir gegeben / von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen / du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

 

 

Ein innerer Dialog zum 8. Mai
von Sabine Müller Langsdorf, Referentin für Friedensarbeit

 

8. Mai 1945.

Wie war es, das Kriegsende?

War dann Frieden?

Meine Oma, die Kriegerwitwe, sagte:

„Da fing das Elend erst an:

Ausgebombt, keine Wohnung,

der Mann tot, das Kind allein,

Schutt und Asche als Arbeit.“

 

Mir sind Bilder im Kopf,

von den zerstörten Städten,

von den Flüchtlingstrecks.

Geschichten von vergewaltigten Frauen

und den Kindern, die im Schutt spielten.

„War ein guter Spielplatz.“

Sagte mein Vater, das Kriegskind.

 

Kaum auszuhalten die Bilder

aus den befreiten Konzentrationslagern.

Die ausgemergelten Menschen.

So viel Bosheit und menschliches Vermögen,

grausam und böse zu sein.

Immer noch, immer wieder erfüllt mich das mit Scham.

Der alte Bundespräsident Richard von Weizäcker sagte:

„Ein Tag der Befreiung ist der 8. Mai,

von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

 

8. Mai 2020.

Ich bin im Frieden aufgewachsen.

Seit 75 Jahren kein Krieg in meinem Land.

Dankbar bin ich.

 

Und höre in den Nachrichten:

Weltweit sind die Militärausgaben gestiegen.

Deutschland erhöht sie in diesem Jahr um 10 %,

das sind fast 50 Milliarden US-Dollar.

 

Und das im Jahr 2020.

Mit einer Corona-Pandemie.

Sie trifft die Schwachen zuerst:

Die Alten, die Hungernden.

António Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen, sagt:

„Wir müssen die Krankheit des Krieges beenden

und die Krankheit bekämpfen, die unsere Welt verwüstet.

Es beginnt damit, dass wir die Kämpfe überall stoppen.

Und zwar sofort.“

 

 

Musik, gespielt von Peter Paulnitz an der Orgel der Ev. Kirche in Gonsenheim:

Johannes Matthias Michel: Bearbeitung zu EG 286 „Singt, singt dem Herren neue Lieder“
EG + 95 Ich sing Dir mein Lied
Originaltext und Musik aus Brasilien nach Psalm 96/98
deutscher Text Fritz Baltruweit/Barbara Hustedt 1994

 

Orgel:

Kantor Peter Paulnitz (an der Orgel der Evangelischen Kirche Mainz-Gonsenheim)

 

Texte:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver
Sabine Müller Langsdorf, Referentin für Friedensarbeit, Zentrum Ökumene der EKHN

 

Bilder:

Anne Ruf-Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Lesen, vom 03.05.2020, Jubliate, finden Sie hier

Die Andacht zum Lesen, vom 26.04.2020, Miserikordias Domini, finden Sie hier

Die Andacht zum Hören, vom 19.04.2020, dem 1. Sonntag nach Ostern, „Gottes Handschrift in meinem Leben“, finden Sie hier

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lese und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 10.05.2020

 

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Gottesdienste beginnen wieder

Am Sonntag, 24. Mai 2020, 10.00 Uhr beginnt die Ev. Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim wieder mit Gottesdienstfeiern. Sie werden zunächst ausschließlich im Evangelischen Gemeindehaus stattfinden.

Die Teilnahme am Gottesdienst ist nur nach Anmeldung im Evangelischen Gemeindebüro möglich, da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist!

Die Anmeldung muss jeweils bis Freitag, 12.00 Uhr im Gemeindebüro vorliegen und ist erst nach einer Bestätigung gültig. Sie kann telefonisch (44188 – MO, MI, FR von 9.00-12.00 Uhr) oder per mail (gemeinde@ekg-gonsenheim.de) erfolgen.

 

Wir bitten um das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Wir bitten, am Eingang die Hände zu desinfizieren.

Wir bitten, den Mindestabstand von 2 m zu wahren.

 

Wir freuen uns, wieder Gottesdienst feiern zu können – auch wenn er unter sehr veränderten Bedingungen stattfindet.

Sollten Sie zur Zeit lieber noch zu Hause bleiben, weil Sie sich damit sicherer fühlen, freuen wir uns doch über Ihre Verbundenheit!

 

Herzliche Grüße!

 

Ihre Pfarrerin Anne-Bärbel Ruf-Körver

Ihr Pfarrer Andreas Nose

Ihre Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

vom 09.05.2020

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Andacht zum Lesen zum Sonntag Jubliate

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Hier finden Sie

 

 

Jubilate deo, omnis terra

„Jauchzet Gott, alle Lande!“

Psalm 66, 1

 

 

Liebe Gemeinde im Internet,

1. Jubilate! Jubelt! Freut Euch! – ruft der Name dieses Sonntags zu. Was soll das?

Jetzt soll ich schon alles mögliche – zu Hause bleiben, Maske tragen, Hände waschen, Abstand halten, Familie und Freunde nicht sehen, mit dem Alleinsen zurechtkommen, mit meinen Ängsten fertig werden, mich nicht anstecken, andere nicht anstecken …

Und jetzt soll ich mich auch noch freuen?

Irgendwann reicht´s auch mal!

 

2.

Jubilate! Freut Euch!

Ach so? Da freut sich einer? Oder eine?

Zuerst ist da einfach mal ein Mensch, der sich freut …

… und gleich laut wird. Schreit. Singt. Sich so freut, dass er´s jedenfalls nicht für sich behalten kann.

 

3.

Dass mir noch einer sagt, was ich tun soll, brauche ich im Moment nicht.

Aber das brauche ich: dass mir eine/r hilft, den Kopf zu heben und die Augen auf zu machen:

Das gibt es auch noch: Freude!

Das gibt es immer noch: andere Menschen!

Das geht noch: Kommunikation (auch wenn eine/r lauter werden muss – wegen des Abstands)!

 

4.

Ist das jetzt verrückt, sich zu freuen?

Oder gehört das zur „Psychohygiene“, zur Pflege der Seele?

Der Beter / die Beterin des Psalms gibt – ich finde gute – Gründe an, sich zu freuen. Einer davon:

Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

 

Am 1. April hat immer der „Inselrhein“ aufgemacht.

Ich habe gelesen, an vielen Stellen dürfen wir wieder ans Rheinufer gehen. Ich werde wohl noch nicht mit einem Schoppen in der Hand die Füße wohlig müde unter den Tisch gestreckt den Moment genießen können und auf diese Weise langsam entspannen und ein wenig zum inneren Frieden finden.

Aber die Abendsonne geht auch jetzt oft genauso wunderschön über dem Rheingau unter – „Nicht alles ist abgesagt!“ – und ich habe gehört, den Schoppen bekomme ich auch schon wieder – wenn ich ihn nicht dort, sondern ein wenig entfernt vom Tresen trinke.

 

5.

Dies ist keine Aufforderung zum Trinken, sondern zur Freude am Guten, Schönen und Wahren, das Gott immer noch schenkt!

Der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserm Herrn und Bruder. Amen.

 

 

Psalm 66

(Auswahl)

 

Jauchzet Gott, alle Lande!

Lobsinget zur Ehre seines Namens;

Rühmet ihn herrlich!

Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!

Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.

Alles Land bete dich an und lobsinge dir,

            lobsinge deinem Namen.

 

Kommt her und sehet an die Werke Gottes,

            der so wunderbar ist in seinem Tuin an den Menschenkindern.

 

Lobet, ihr Völker, unsern Gott,

            lasst seinen Ruhm weit erschallen,

der unsre Seelen am Leben erhält

            und lässt unsere Füße nicht gleiten.

Denn, Gott, du hast uns geprüft und geläutert,

             wie das Silber geläutert wird;

du hast uns in den Turm werfen lassen,

            du hast auf unsern Rücken eine Last gelegt,

du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen,

wir sind in Feuer und Wasser gekommen.

            Aber du hast uns herausgeführt und erquickt.

 

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft

            noch seine Güte von mir wendet.

 

Wochenlied

 

EG 432 Gott gab uns Atem, damit wir leben

T: Eckart Bücken 1982 / M: Fritz Baltruweit 1982

Eingesungen von Kindern des Kinder- und Jugendchors der Marktkirche Hannover unter der Leitung von Lisa Laage-Smidt.

 

EG 110 Die ganze Welt, Herr Jesu Christ

T: Friedrich Spee 1623 / M: Köln 1623

Gesungen von Emma Walshe und dem Monteverdi Chor

Zum Mitsingen eine Karaoke-Version der ersten beiden Strophen (Orgel)

 

 

Jubilate deo (Taize)

 

 

Jubilate Deo omnis terra

Servite domino in laetitia

Halleluja, halleluja in laetitia

Halleluja, halleluja in laetitia

Deutsche Übersetzung:

Jubelt Gott alle Welt

und dient dem Herrn in Freude

Psalm 100, 1

 

Kollekte

 

Hier können Sie – wenn Sie möchten – eine digitale Kollekte spenden (den Betrag bitte selbst wählen):

 

DIAKONIE DEUTSCHLAND

03.05.2020 / Jubilate

 

Ausgrenzung und menschenfeindliche Einstellungen begegnen uns in allen Teilen der Gesellschaft. Menschen, die in schwierigen Lebenslagen sind, werden schnell an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die Diakonie Deutschland setzt sich für die gerechte Teil-habe aller Menschen ein – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihrer Hautfarbe, ihrem Wohnort oder ihren finanziellen Möglichkeiten. Sie leistet konkrete Unterstützung von Familien, in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Hilfe für alte Menschen und für Menschen mit Behinderung. Sie hilft, Zugewanderte in Bildung, Arbeitsmarkt und Nachbarschaft zu integrieren. Sie ist da, wenn Armut und soziale Ausgrenzung drohen. Die Diakonie ermutigt Menschen, sich für ihre Interessen und eine lebendige Demokratie stark zu machen.

 

von Pfarrer Andreas Nose

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andachten zum Lesen, vom 26.04.2020, Miserikordias Domini, finden Sie hier

Die Andacht zum Hören, vom 19.04.2020, dem 1. Sonntag nach Ostern, „Gottes Handschrift in meinem Leben“, finden Sie hier

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lesen und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

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Andacht zum Lesen zum Sonntag Miserikordias Domini

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Psalm 23 in der Schafstallkirche in Munster // Foto: Frank Vincentz

 

 

Sie finden hier

 

1. Eine Info zum Namen des Sonntags

Der lateinische Name des Sonntags geht auf den Eingangsvers der römischen Messe zurück: „Die Erde ist voll der Güte des Herrn (misericordias domini). Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht.“ (Psalm 33, 5b.6a)

 

2. Der Psalm zum Sonntag

Am Sonntag „Miserikordias Domini“ wird im evangelischen Gottesdienst Psalm 23 gebetet:

 

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Names willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

(MARTIN LUTHER)

 

Gott sorgt für mich

Niemals bin ich verlassen.

Gott befreit mich von der Lebensangst

Und erlaubt mir ein Dasein ohne Hast,

stärkt meine Seele und zeigt mir den guten Weg.

Gott will für mich Gott sein.

Auch in dunklen Zeiten habe ich keine Angst vor dem Letzten,

denn du bist bei mir,

deine Gegenwart und Geleit geben mir einen Schutz.

Du läßt mich teilhaben an der Fülle des Lebens,

obwohl es Gründe gibt, verzweifelt zu sein.

Du empfängst mich zärtlich

Und nimmst mich überschwenglich auf.

Ich lebe im Vorschein von Güte und Erbarmen

Und wohne im Vertrauen zu dir.

(ANETTE ARMBRÜSTER, WOLFGANG ARMBRÜSTER)

 

 

Der HERR gibt mir

für meine Arbeit das Tempo an.

Ich brauche nicht zu hetzen.

ER gibt mir immer wieder

einen Augenblick der Stille,

eine Atempause,

in der ich zu mir komme.

ER stellt mir Bilder vor die Seele,

die mich sammeln

und mir Gelassenheit geben.

Oft läßt ER mir mühelos etwas gelingen,

und es überrascht mich selbst,

wie zuversichtlich ich sein kann.

Ich merke:

Wenn man sich diesem HERRN vertraut,

bleibt das Herz ruhig.

ER ist in jeder Stunde da,

und in allen Dingen,

und so verliert alles andere

sein bedrohliches Gesicht.

Oft – mitten im Gedränge,

gibt ER mir ein Erlebnis,

das mir Mut macht.

Das ist, als ob mir einer

eine Erfrischung reichte,

und dann ist der Friede da

und eine tiefe Geborgenheit.

Ich spüre,

wie meine Kraft dabei wächst,

wie ausgeglichen ich werde

und mir mein Tagewerk gelingt.

Darüber hinaus

ist es einfach schön, zu wissen,

daß ich meinem HERRN auf der Spur

und daß ich, jetzt und immer,

bei IHM zu Hause bin.

AMEN

(TOKI MIYASCHINA)

 

3. Hier finden Sie / findet Ihr sehr verschiedene Vertonungen von Psalm 23

 

Klassisch (Bach)

J.S. Bach, Kantate BWV 104: Nr. 6 Choral „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ Kay Johannsen

 

Klassisch (Schubert)

Hans Zender, „Der 23. Psalm“ aus „Schubert-Chöre“ für Solo-Tenor, Chor und Orchester / Liederhalle Stuttgart, Dezember 2016

 

Klassisch (Schütz)

Kreuzchor, Dresden Staatskapelle, Heinrich Schütz, Psalmen Davids, Der Herr ist mein Hirt, op 2 SWV 33 „Psalm 23“

 

Klassisch (Dvorák)

Antonín Dvorák, Biblische Lieder op 99 Nr. 4 „Der Herr ist mein Hirte“

Maria-Theresia Petersen (Orgel) und Nora Weinand (Sopran) in der Kirche St. Ignaz, Mainz

https://www.youtube.com/watch?v=_BlojUjGsyg

 

Klassik (Bernstein)

Leonard Bernstein, Chichester Psams: 2nd movement

Bow Valley Chorus unter Leitung von John Goulart, Karen J Minish (Sopran)

 

Englisch und in fettem Sacro Pop – Boxen aufdrehen und laut mitsingen!

People and Songs ft. Josh Sherman

 

Deutsch, noch etwas softer und mit ganz viel Gefühl – aus der Kölner Lanxess-Arena

Lothar und Margarete Kosse, Wunderbarer Hirt

 

Yes yo was geht ab? / Hip – Hop – Version

Wayne Hunnit, SHO, InFluence

 

Trance / Techno – Version auf deutsch, eher „gruftig“ und für Freund*innen der schwarzen Kutten, Ketten und Piercings

Wer erkennt die Stimme (Kinogeher und TV-Gucker sind klar im Vorteil)?

E nomine

 

Quarantäne-Version

Folk-Pop auf hebräisch in privaten Wohnungen eingespielt

Miqedem

 

Mit Zeichensprache gesungen – für Menschen ohne Gehör!

4. Auszug aus einer Predigt zum Sonntag Miserikordias

 

Predigttext: 1. Petrus 5, 1-4

 

Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll:

Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde.

So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen. Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Älteren unter. Alle aber miteinander haltet fest an der Demut, denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

Führen und leiten, geführt werden, sich leiten lassen. Beides gehört zusammen. Beide Seiten sind uns vertraut. Sie gehören zu unserem Alltag – und das nicht erst, wenn wir erwachsene Arbeitnehmerinnen sind. Auch Jugendliche kommen in Situationen, in denen sie die Verantwortung für ein Zusammenspiel übernehmen müssen – vielleicht in einer Sportmannschaft, vielleicht in einer Arbeitsgruppe in der Schule, vielleicht in der Familie oder als Babysitter oder anderen Zusammenhängen.

Das ist schon mal das Erste, was man festhalten kann: Wir erleben – Gott sei Dank -, dass Menschen uns leiten, dass wir Menschen leiten. So schön und ideal die Vorstellungen von einem führungslosen und autoritätsfreien Raum vielleicht auch klingen, so unrealistisch sind sie doch!

Ein Trainer, der seiner Mannschaft niemals eine Strategie mit auf den Platz gibt und der einfach darauf hofft, dass sich die Spielzüge schon irgendwie entwickeln, der hat offensichtlich seinen Job verfehlt. Ein Dirigent, der davon ausgeht, dass seine Musiker sich schon irgendwie auf eine gemeinsame Tonart und einen gemeinsamen Beginn einigen werden, wird mit schrägen Tönen und Disharmonien rechnen müssen. Eine Richterin, die sich mit einem „Das ist mir auch alles zu kompliziert und schwierig“ davor drückt, ein Urteil zu fällen, wird zur Gerechtigkeit wenig beitragen. Und eine Mutter, die alle Entscheidungen von ihren kleinen Kindern selbst fällen lässt, wird diese maßlos überfordern.

Führen und leiten, geführt werden, sich leiten lassen. Nicht weil die einen so gern herrschen und den anderen mal so richtig sagen wollen, wo es lang geht, sondern damit die gemeinsamen Aufgaben gut und für alle zufriedenstellend gelöst werden. Nicht weil die anderen keine Eigenverantwortung wollen und sich lieber alles sagen lassen, sondern damit im gemeinsamen Handeln alle miteinander Ziele erreichen und das Zusammenleben gestalten.

Umso beeindruckender, dass in unserem Predigttext für alle Seiten (!) klare Kriterien genannt werden, wie die Leitung aussehen soll. Keine dummen Schafe, die sich für nichts interessieren; keine Schafe, die für dumm verkauft werden können. Wer es mit Leitung zu tun hat, sollte auf drei Dinge schauen:

Erstens: auf die Freiwilligkeit der Leitung; zweitens: auf die Bereitwilligkeit und Leidenschaft, mit der sie wahrgenommen wird; und drittens: darauf, dass es um die Gemeinschaft geht und nicht um die Macht. Freiwillig, bereitwillig und leidenschaftlich, und um der gemeinschaftlichen Aufgaben willen, als Vorbild, nicht als Herrscher sollte das Leitungspersonal unterwegs sein. Und in Ergänzung dazu legt der Text nahe, sich leiten zu lassen – und rät allen miteinander, egal in welcher Position, demütig unterwegs zu sein.

Ich verstehe das als die Empfehlung, mit einer gewissen Großzügigkeit auf die anderen zu schauen: wenn sie in ihrem Leitungsverhalten Fehler machen, nicht gleich das Schlimmste zu befürchten, sondern ihnen zuzugestehen, dass sie Lernende sind und sich vielleicht auch einmal korrigieren müssen. Wenn etwas schief geht, nicht gleich das Vertrauen zu entziehen, sondern nach Lösungen zu suchen; im Wissen darum, dass auch die Schafe Fehler machen und nicht ohne Fehl und Tadel sind.

Wie auch umgekehrt die Leitenden nicht voller Hochmut und mit einer gewissen Verächtlichkeit auf die ihnen anvertrauten Menschen schauen, so nach dem Motto: „Wie gut, dass die mich haben, sonst kämen sie gar nicht zurecht!“, sondern mit dem Wissen um die eigenen Grenzen und die eigene Gefährdung durch die Macht.

Der Hirte Jesus geht davon aus, dass die gute Weide Gott gehört und damit allen Menschen offen steht. Dafür nimmt er das Hirtenamt an, dass alle zum frischen Wasser kommen und gute Weide finden. Er leitet nicht in selbstherrlichem Größenwahn, sondern aus dem Vertrauen zu Gott. Er selbst lässt sich leiten. Immer wieder zieht er sich zurück und fragt betend nach dem, was Gottes Wille ist. So findet er Wege zum Leben.

Hirte und Schafe dürfen ihm folgen, seinem Beispiel, seiner Leitung. Bei ihm können sie die Freiheit entdecken, sich anzuvertrauen – und die Freiheit, Verantwortung zu übernehmen. Bei ihm können sie das Glück entdecken, ein Schaf zu sein – weil ein guter Hirte Sorge trägt. Dieser Hirte kennt Weg, Wahrheit und Leben.

 

5. Gebet

Mein Gott, mein guter Hirte,

ich komme zu dir und erinnere mich:

Dir erzähle ich von den Sorgen der vergangenen Woche.

Dier erzähle ich von der Freude in der vergangenen Woche.

In der Stille

 

Stille

 

Durch Täler und Höhen – du gehst mit mir.

Bleibe bei mir, Gott.

Heute, morgen, immer.

Amen.

 

von Pfarrer Andreas Nose

 

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Hören, vom 19.04.2020, dem 1. Sonntag nach Ostern, „Gottes Handschrift in meinem Leben“, finden Sie hier

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lesen und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 26.04.2020

 

 

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Andacht zum Hören zum 1. Sonntag nach Ostern

„Gottes Handschrift in  meinem Leben“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

 

Musik, gespielt von Peter Paulnitz an der Orgel der Ev. Kirche in Gonsenheim:

I. Choral „Gott ist gegenwärtig“ in drei Vertonungen von Paul Kickstat, Max Reger und Norbert Linke
II. Choralbegleitung „Ich bin getauft auf deinen Namen“; Bearbeitung von Helmut Hoeft
III. Choralbearbeitung „Freu dich, du werte Christenheit“ (Nun freue dich, du Christenheit) eines anonymen Komponisten des 18. Jahrhunderts

 

Orgel:

Kantor Peter Paulnitz (an der Orgel der Evangelischen Kirche Mainz-Gonsenheim)

 

Texte:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

Collage aus Tauf- und Konfirmationssprüchen:
Daan Apeldoorn (1. Samuel 16,7)
Carola Lauck (Römerbrief 13,10)
Claus Enders ( Matthäusevangelium 6,33)
Renate Fröhner (Psalm 91,11.12, Spruch der Tochter)
Annelie Burghause (Psalm 119,133)
Jannik Blum (Psalm 143,10)
Oliver Clancy (Römer 12,21)
Andreas Nose (Johannesevangelium 10,27, Spruch des Sohnes)
Marietheres Wichmann (Joh 8,12)
Kristian Körver (1. Johannesbrief 4,16)
Anne Ruf-Körver (Psalm 27,1)
Olivia Rahmsdorf (1. Samuel 16,7)

 

Bilder:

Anne Ruf-Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lese und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 18.04.2020

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Offene Kirche am Wochenende

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt Sie herzlich ein: Immer samstags und sonntags von 10:00-12:00 Uhr.

Wir achten – wie wir es aus dem Supermarkt kennen – auf die Einhaltung der grundlegenden Hygieneregeln. Das bedeutet:

Menschen dürfen einzeln und mit 2m – Abstand eintreten und sich in der Kirche aufhalten.

Im Kirchenraum dürfen sich außer den Betreuenden maximal 7 Personen aufhalten (das beachtet die 10 qm – Fläche / Person – Regel).

Wenn die Anzahl erreicht ist, bitten wir Sie durch ein Zeichen zu warten. Das heißt, spätestens in dem Moment, wo 7 Besucher*innen in der Kirche sind, sollten Sie eine der betreuenden Personen folgen – so wie wir es vom Personal vor den Supermärken kennen.

Herzlichen Dank.

Ihre Evangelische Kirche Mainz-Gonsenheim

 

Impressionen von der offenen Kirche:

vom 18.04.2020

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Andacht zum Ostermontag für die ganze Familie zum Mitmachen

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

Drucken Sie dieses Liedblatt aus, damit gleich alle mitsingen können. Stellt einen kleinen Tisch vor Euch, auf dem ihr eine Kerze platziert und wenn ihr möchtet, ein paar Blumen oder ein Kreuz. Die Kerze werden wir im Laufe der Andacht gemeinsam miteinander anzünden. Legt schonmal Streichhölzer parat! Holt euch ein paar Kissen und setzt euch gemeinsam vor den
Tisch und ruft die Audio Andacht zum Ostermontag auf.

 

Musik von Gonsenheimer Musikvirtuosen:

Intro und Outro: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind (EG 577), Kommunität Gnadenthal 1972, interpretiert von Peter-Lukas Gebert aus Gonsenheim
Erstes Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind (EG 577), Kommunität Gnadenthal 1972, interpretiert von Peter-Lukas Gebert und Eva Kratz aus Gonsenheim
Zweites Lied: Jesus lebt, ich freue mich, Urheber unbekannt, interpretiert von Pfrn. Anne-Bärbel Ruf-Körver und Pfr. Kristian Ruf-Körver
Drittes Lied: Vom Anfang bis zum Ende (EG+ 44), Daniel Kallauch, interpretiert von Pfr. Andreas Nose

 

Text:

Klangerzählung nach Lk 24,36-43

 

Bilder:

Pixabay / Alexas_Fotos

 

Ihre

Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

 

Hier finden Sie die Anleitung für die Andacht zum Mitmachen für die ganze Familie.

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 13.04.2020

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Andacht zum Ostersonntag

Sie finden hier:

Einen Auszug aus einer uralten Predigt zum Karsamstag … oder doch schon zum Ostersonntag?

Leider keinen Osterwitz!

Gedanken zu Klopapier und dem Blau unserer Kirchenfenster

 

 

1. Der Autor der Predigt: Epiphanios von Konstantinopel

Kaiser Justin I. bestimmte – mit dem Einverständnis der Bischöfe, Mönche und des Volkes – im Jahr 520 nach Christus Epiphanios zum Patriarchen von Konstantinopel (wikipedia). Seine Amtszeit dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 530.

Er wurde in so großer Einstimmigkeit seiner Umgebung Patriarch, weil alle hofften, er würde die Beziehung zwischen Rom und Byzanz fördern, zwischen dem Papst und dem Patriarchen und den Christinnen und Christen, die sie repräsentierten. Diese Erwartungen hat er erfüllt. Schon in einem ersten Brief an Papst Hormisdas erweist Epiphanios sich als ein Mensch, dem es gelingt, Vertrauen zu schaffen (Lexikon für Theologie und Kirche).

 

2. Der Text: Aus einer Homilie am großen und heiligen Sabbat

(aus einer Predigt zum Karsamstag)

Epiphanios zugeschrieben

Was ist das? Tiefes Schweigen herrscht heute auf der Erde, tiefes Schweigen und Einsamkeit. Tiefes Schweigen, weil der König ruht. „Furcht packt die Erde und sie verstummt“, weil Gott – als Mensch – in Schlaf gesunken ist und Menschen auferweckt hat, die seit unvordenklicher Zeit schlafen. Gott ist – als Mensch – gestorben, und die Unterwelt erbebt. Gott ist für kurze Zeit in Schlaf gesunken und hat die in der Welt des Todes erweckt.

Er geht auf die Suche nach dem erstgeschaffenen Menschen wie nach dem verlorenen Schaf. Besuchen will er, „die völlig in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes“. Er kommt, um den gefangenen Adam und die mitgefangene Eva von ihren Schmerzen zu erlösen, er, zugleich Gott und der Eva Sohn.

Er faßt Adam bei der Hand, hebt ihn auf und spricht: „Wach auf, Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein!“

Ich habe dich nicht geschaffen, damit du im Gefängnis der Unterwelt festgehalten wirst.

„Steh auf von den Toten!“ Ich bin das Leben der Toten. Steh auf, mein Geschöpf, steh auf, meine Gestalt, nach meinem Abbild geschaffen! Erhebe dich, laß uns weggehen von hier! Du bist in mir und ich in Dir, wir sind eine unteilbare Person.

 

3. Kein Osterwitz – aber eine Möglichkeit, falls das Klopapier ausgeht

In der AZ wurde es vor kurzem zitiert, zu finden ist es zusammen mit anderen Anekdoten auch unter swr2.de

Der Komponist Max Reger (1873 – 1916) antwortete auf die Kritik an einem seiner Werke:

Sehr geehrter Herr! Ich sitze hier im kleinsten Raum meines Hauses und lese ihre Kritik. Noch habe ich sie vor mir … Hochachtungsvoll: Max Reger.

 

4. Die Farbe Blau

In der AZ vom 04./05.04.2020 findet sich diese Begebenheit erwähnt. Tatsächlich ist es ein Artikel über Klopapier, der natürlich auf ein verstorbenes Mitglied unserer Gemeinde, Hans Klenk und seine Firma „Hakle“ verweist. Hans Klenk hatte nach dem II. Weltkrieg die Fenster des Chorraums unserer Kirche mit Bildern zur Geschichte Christi (Weihnachten, Karfreitag, Ostersonntag) gestiftet. 50 Jahre später stiftete sein Sohn Dieter Klenk der Gemeinde wunderbare Fenster von Johannes Schreiter. Sie tauchen den Kirchenraum seitdem dezent in ein blaues Licht.

Bevor Derek Jarman an AIDS starb, drehte er einen letzten Film, „Blue“ (Blau), 1993.

Der Film des – aufgrund seiner Krankheit blind werdenden – Regisseurs zeigt nichts anderes als eine blaue Fläche. Der Ton beginnt mit Glockenläuten. Dann hört man aus dem „Off“ die Lesung von Tagebuchnotizen, Erinnerungen und Gedanken des Kranken. Vor allem aber die Farbe nimmt Gedanken Jarmans auf:

Eine blaue statt weiße (leere) Leinwand als Hinweis auf ein erfülltes Leben; und als Hinweis auch auf die Unendlichkeit von Himmel und Ozeanen.

Pablo Picasso widmet seine Bilder in seiner „blaue Periode“ vor allem Armen, Kranken, Bedürftigen, Bettlern, Menschen, die leiden, Menschen am Rand der Gesellschaft.

Mich erinnert die Farbe unserer Fenster auch an unsere Fähigkeit, am Leid anderer Menschen Anteil zu nehmen. Von Jesus wird erzählt, dass er einmal vom Hügel aus auf die Stadt Jerusalem sah und bitterlich zu weinen anfing; weil ihm die Menschen leid taten. Manche verstehen das nicht. Ihnen ist unser Gott nicht göttlich genug. Er ist offensichtlich nicht der, der Stärke zeigt und alles regelt. Ja, er weint sogar. Und dann noch das Kreuz.  Für mich ist das eine Stärke: Wir haben einen Gott, der mitleidet.

Die Schreiter-Fenster verbindet im unteren Bereich ein umlaufendes Band, Zeichen von Gemeinschaft, Solidarität; wir sind nicht allein. Dazu kommen unzählige Säulen und Linien, die – nicht immer ungebrochen und doch stabil und kreativ – für die Verbindung von Himmel und Erde, Gott und uns Menschen stehen.

Johannes Schreiter sagte uns: Bei den Säulen dürfen wir gern auch an Haltung denken, an Rückgrat, an Standfestigkeit.

Epiphanios: „Steh auf von den Toten!“ Ich bin das Leben der Toten. Steh auf, mein Geschöpf, steh auf, meine Gestalt, nach meinem Abbild geschaffen! Erhebe dich, laß uns weggehen von hier! Du bist in mir und ich in Dir, wir sind eine unteilbare Person.

 

Ihr

Pfarrer Andreas Nose

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 12.04.2020

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Ostergruß zum Hören: Der Herr ist auferstanden

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Musik:

EG 99 Christ ist erstanden
Postludium über „Christ ist erstanden“ von Thomas Albus aus dem Jahre 1999.

 

Orgel:

Kantor Peter Paulnitz (an der Orgel der Evangelischen Kirche Mainz-Gonsenheim)

 

Text:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Bilder:

Anne Ruf-Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 12.04.2020

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Andacht zum Karsamstag

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

1. Ich liebe diesen Samstag – mehr als alle anderen Samstage im Jahr!

Warum?

Weil es ein Ostertag ist, an dem ich auch in normalen Jahren „frei“ habe, weil kein Gottesdienst zu feiern ist?

Weil ich so gern in der Schlange auf dem Markt stehe, um auch in normalen Jahren letzte „Feiertags-Hamsterkäufe“ zu erledigen, als ob es kein Morgen gäbe?

Nein!

Ich liebe diesen Tag, weil es – das hat mir die Kirche beigebracht – der Tag einer ganz besonderen Ruhe ist.

Bin ich faul? Vielleicht.

Aber der Karsamstag ist nicht der Tag der Hängematte.

Es ist der Tag der Grabesruhe Jesu Christi.

Das ist unheimlich traurig.

Und unglaublich tröstlich.

So empfinde ich es jedenfalls.

 

2. Als Jesus gestorben ist, ist für viele Menschen, die ihm sehr, sehr nahe standen, das Leben, wie sie es bis dahin kannten, zusammengebrochen.

Ihre Hoffnungen und Träume sind auf einen Schlag erledigt.

Ihrem Glauben scheint das Fundament zertrümmert.

Und doch gibt es einige, die bleiben bei Ihm. Zuerst die Frauen.

Als ob es ihnen leichter fällt als den Männern, in der Trauer nicht wegzulaufen; den Schmerz nicht mit Hoffnungsparolen zu verdrängen; die Stille nicht mit Trostfloskeln zu überspielen; das Scheitern nicht zu leugnen, indem ich gleich das nächste „Programm“ auflege, meine „Strategie“ anpasse, mich als „handlungsfähig“ erweise. Das alles mag an seiner Stelle gut und wichtig sein; aber nicht überall und an jedem Tag; nicht wenn wir damit aus dem Blick verlieren, was Menschen auch und zuerst brauchen. Auch für uns selbst.

 

3. Die Stille um das Grab Jesu sagt mir: Ich darf auch mal anhalten. Ich muss nicht immer. Ich kann nicht immer.

Auch ich habe nicht auf alle Fragen eine Antwort. Ich habe nicht für jedes Problem eine Lösung. Ich habe nicht für jede Situation das richtige Wort. Ich kann nicht immer Hoffnung machen.

In einem stillen Moment in einer sehr schönen Kirche habe ich es schon getan. Ich habe mich für eine Zeit lang an eine der zahlreichen Grabstellen gesetzt und habe – nichts getan. Für eine Zeit lang. Mein Karsamstag.

Manchmal gelingt es ja – das sind schöne Momente – auch innerlich die Klappe zu halten und wirklich still zu sein. Für mich sind solche Momente auch eine Gnade und ein Geschenk. Weil ich das kaum machen kann. Aber genieße.

 

4. Manche mögen es unter „religiöser Spinnerei“ abtun.

Das dürfen sie gern.  Vielleicht löst aber auch in Ihnen der Karsamstag eigenen Phantasien aus. Wie schön wäre es, sich bald einmal von Angesicht zu Angesicht darüber austauschen zu können! Meine Phantasien oder Bilder für den Karsamstag – sie scheinen sich zu widersprechen, aber so ist das manchmal – sind diese:

Christus ist „hinabgestiegen in das Reich der Toten“ (aus dem Glaubensbekenntnis). Ich stelle mir vor, dass auch mit dem Tod eines Menschen nicht alles „zu spät“ ist. Für Christus gibt es seit Ostern keine verschlossenen Türen mehr. Was ich nicht weiß und nicht wissen kann, begrenzt doch Ihn nicht. Er kann immer noch Menschen freundlich begegnen und einladen, Ihm zu vertrauen.

Christus selbst „wartet“ am Karsamstag, was geschieht. Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Auch hier. Er kennt das, (noch) nicht zu wissen, was morgen kommt. Ob etwas kommt. Ob Gott da ist. Ob Er noch eine Idee hat und eine Hilfe, einen Trost und einen Rat. Und ob der Tod das Ende ist oder das Leben beginnt.

 

5. Ich bete für die Menschen, denen das Warten lang wird und für alle, die darauf angewiesen sind, dass ihnen Freundlichkeit und Hilfe begegnen, damit sie Kraft haben für den nächsten Tag.

 

Vater Unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme,

dein Wille geschehe

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

6. Psalm 4

Wenn ich rufe, erhöre mich,

Gott, du mein Retter.

Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war.

Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!

Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre,

warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?

Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen;

der Herr hört mich, wenn ich zu ihm rufe.

Ereifert ihr euch, so sündigt nicht!

Bedenkt es auf eurem Lager und werdet stille!

Bringt rechte Opfer dar

und vertraut auf den Herrn!

Viele sagen: „Wer lässt uns Gutes erleben?“

Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!

Du legst mir größere Freude ins Herz,

als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.

In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein;

denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn

und dem Heiligen Geist

wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit

und in Ewigkeit. Amen.

 

(Gotteslob 310.3)

 

Ihr

Pfarrer Andreas Nose

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

 

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 11.04.2020

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Andacht zum Hören zum Karfreitag

„Im Dunkel unsrer Nacht“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Musik:

Im Dunkel unsrer Nacht, Text und Musik: Jacques Berthier, © Ateliers et Presses de Taizé, Interpret: Vokalensemble Elbcanto, ℗© Edel Germany GmbH 2015

Christus, dein Licht, Text und Musik: Jacques Berthier, © Ateliers et Presses de Taizé, Interpret: Carl Maria von Weber College of Musik, ℗© 1994 Christophorus

 

Text:

Matthäus 27,37‒46

 

Bilder:

Pexels von „Rahul“

Titelbild: Pixabay / Michael Gaida

 

Ihre

Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

Hier finden Sie die Andacht zum Nachlesen.

 

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 11.04.2020

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Abendandacht zum Hören zum Gründonnerstag

„Trotzdem gehören wir zusammen“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Musik:

Hanns Höhn, Kontrabass und Arrangements

Folgende Stücke wurden von Hanns Höhn interpretiert:
Alone together, Arthur Schwartz/Howard Dietz, 1932
Bleibet hier, Melodie und Satz: Jacques Berthier, Taizé 1982
Der Mond ist aufgegangen, Melodie: Johann Abraham Peter Schulz 1790

 

Text:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

Bilder:

Kristian Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 10.04.2020

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Termine der TV- und Rundunkgottesdienste

Liebe Mitglieder und Mitwirkende der Evangelischen Kirchengemeinde in Mainz-Gonsenheim,

Was auch immer ein Osterfest sonst prägt, dieses Jahr ist alles anders. Ein Virus hat die Welt fest im Griff. Und damit auch Ostern.
Fällt Ostern also aus? Das gemeinsame Feiern ja. Die Botschaft nein.
Anbei finden Sie eine Übersicht der TV- und Rundfunkgottesdienste:

Palmsonntag: Sonntag, 05. April 2020

09:55 Uhr: Palmsonntag in Rom mit Papst Franziskus // BR und HR

Karfreitag: Freitag, 10. April 2020

10:00 Uhr: Evangelischer Gottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche // ARD
21:10 Uhr: Papst Franziskus betet den Kreuzweg // BR

Osternacht: Samstag, 11. April 2020

22:00 Uhr: Evangelischer Gottesdienst zur Osternacht aus München // BR
23:00 Uhr: Osternacht mit Bischof Peter Kohlgraf aus der Gotthardkapelle des Mainzer Doms // ZDF

Ostersonntag: Sonntag, 12. April 2020

10:00 Uhr: Ostergottesdienst aus Rom mit Papst Franziskus // BR

Ostermontag: Montag, 13. April 2020

10:00 Evangelischer Gottesdienst aus Lemgo // ARD

Eine erweiterte Übersicht aller Fernsehgottesdienste finden Sie hier:
Eine erweiterte Übersicht aller Rundfunkgottesdienste finden Sie hier:

Alle Angaben ohne Gewähr
vom 05.04.2020

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Andacht zum Palmsonntag

 

Dieser und alle kommenden Feiertage gehen Ereignissen nach, die in den Evangelien überliefert sind. Sie schildern Leben, Sterben und Auferstehen Jesu aus verschiedenen Blickwinkeln. Und immer scheint darin in vielen Facetten unser eigenes Leben auf.

Das Markusevangelium lenkt in den Anfängen dieses Geschehens den Blick auf eine Frau.

Vor der Zuspitzung des Konflikts, der zu seinem Tod führen wird, genießt Jesus noch einmal Gastfreundschaft. Für einen Moment scheint die Zeit angehalten. Ein Augenblick der Ruhe. Menschen haben Zeit füreinander.

Eine Frau kommt dazu. Sie hat Jesus gesucht und gefunden. Sie weiß, was sie tut. Sie ist sehr entschieden. Von kritischen Stimmen lässt sie sich nicht ablenken. Das Evangelium erzählt:

Und als Jesus in Bethanien war im Hause Simons, des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Glas mit unverfälschtem und kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt. (Markus 14, 3)

Einwände werden laut: Welche Verschwendung! Wie vielen Armen hätte man helfen können mit dem Verkauf dieses teuren Öls!

Diese Stimmen erinnern an Solidarität und Hilfsbereitschaft, an Fürsorge und Gerechtigkeit unter Menschen. Sie haben Recht und wurden – Gott sei Dank! – in der Geschichte bis heute oft gehört. Sie haben Recht – nur nicht in diesem einen Moment!

Es gibt Situationen – wir wissen davon -, in denen anderes wichtiger ist als materielle Hilfe. Hier geht es für einen Moment um eine Begegnung. Menschen berühren einander – das geht auch ohne Anfassen, auch über 1,5 bis 2 m Abstand hinweg oder über das Telefon.

Das Salböl ist damals ein starkes Zeichen: Du bist mir jetzt wichtig. Ein König oder eine Königin könnte mir nicht wichtiger sein. In dieser besonderen Situation um den Palmsonntag klingt auch die Salbung der Toten an: Ich weiß von dem, was dich bedroht, sagt die Geste des ausgegossenen Öls.

Um Anteil zu nehmen, braucht es nicht immer viele Worte. Manchmal reicht eine kleine kostbare Geste. Und ein Mensch, der den Moment erkennt und nutzt.

Den Mut zum Handeln – und zum Teilen – braucht es auch. Aber alles zu seiner Zeit.

 

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,

Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt –

Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

 

Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,

wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.

Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

 

Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,

unser Herr gefangen in Gestrüpp und Dorn –

hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:

Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

 

T: Jürgen Henkys (1976) 1978 nach dem englischen „Now the green blade rises“ von John Macleod Campbell Crum 1928  EG 98

 

Unser Gott,

wir danken dir für alle Momente,

in denen wir Ruhe genießen,

in denen wir Menschen freundlich begegnen,

in denen wir uns verstanden fühlen und verstehen,

in denen wir Anteil nehmen und Anteilnahme spüren,

in denen wir uns mit dem, was uns beschwert, getragen wissen,

in denen wir uns verbunden fühlen.

 

Wir bitten dich für alle Menschen,

die in diesen Tagen von Arbeit überlastet sind,

die unter schweren Bedingungen versuchen,

den Menschen und Aufgaben gerecht zu werden,

die sich sehr gefordert, aber wenig wertgeschätzt fühlen,

die an ihre Grenzen stoßen.

 

Wir bitten dich auch für alle Menschen,

die in diesen Tagen aufeinander und auf ihr Zuhause geworfen sind wie sonst nie,

für alle, die sich schwer tun damit,

für alle, die ihrer Arbeit nicht wie gewohnt nachgehen können,

für alle, die um ihren Umsatz und Verdienst und ihre Existenz fürchten,

für alle, die Mühe haben auf zu engem Raum die Nerven zu behalten.

 

Unser Gott,

Du kennst uns und weißt, wie es uns geht.

Gib uns, was wir brauchen und was uns hilft.

Gib uns Kraft und Besonnenheit, Hoffnung und Phantasie.

Amen.

 

Weitere Andachten von Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf zum Hören finden Sie hier:

Andacht zum Hören, Aber Du weißt mir den Weg, vom 28.03.2020

Andacht zum Hören, Wir wissen gar nicht viel, vom 21.03.2020

 

zum 05. April 2020

 

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Kindergarten: Bekämpfung des Corona-Virus

Unsere Einrichtung ist wie alle Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz bis zum 17. April 2020 geschlossen.

Unser Büro ist zeitweilig besetzt. Der Briefkasten wird geleert. Nachrichten, die uns per Post, per E-Mail – evkigamzg@googlemail.com – oder über den Anrufbeantworter erreichen, werden an Werktagen gelesen bzw. abgehört und zeitnah beantwortet.

Für Kinder, deren Eltern in Bereichen tätig sind, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, und für die der Wegfall der Betreuung eine besondere Härte darstellen würde, ist eine Notbetreuung zu gewährleisten. Dies gilt auch während der Schulferien.

Ein Formular zur Bestätigung der Notwendigkeit der Notversorgung – Stand 19.03.2020 – sowie Erläuterungen zu den Funktionsträger*innengruppen – Stand 19.03.2020 – finden Sie hier. Sollte ein solcher Fall eintreten, wenden Sie sich bitte an den Kindergarten oder an das Gemeindebüro.

Elterninformationen, die uns von kommunalen, staatlichen oder kirchlichen Stellen zugehen, stellen wir hier zur Verfügung:

Elterninformation der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion vom 06.03.2020

Hinweise und Elterninformation des Landesjugendamtes vom 09.03.2020

Elterninformation des Landesjugendamtes vom 13.03.2020

Wenn wir neue Informationen zur Dauer der Schließung erhalten, werden wir sie hier veröffentlichen.

Ihre

Evangelische Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim

Evangelischer Kindergarten Mainz-Gonsenheim

 

Weitere Verlinkungen:

Informationsportal der Landesregierung zum Corona-Virus

Aktuelles aus dem Bildungsministerium

Aktuelles aus dem Landesjugendamt

 

vom 31.03.2020

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Andacht zum Hören: „Aber Du weißt den Weg für mich“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

Musik:

Aber du weißt den Weg für mich, Ateliers et Presses de Taizé, ℗© 2014 Deutsche Grammophon GmbH, Berlin

 

Text:

Dietrich Bonhoeffer, Morgengebet aus der Haft, November 1943, in: Widerstand und Ergebung, DBW Band 8, 204 f. (EG 926)

 

Ihre

Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

Hier finden Sie die Andacht zum Nachlesen.

 

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

vom 28.03.2020

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Glockenläuten zum Gebet

Jeden Tag um 18 Uhr läutet in ökumenischer Verbundenheit eine Glocke für 5 Minuten.
Einen Moment gemeinsam inne halten.
Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und stellen sie ans Fenster.
Als Zeichen der Nähe in diesen argen Zeiten.
Und denken aneinander. Vor Ort in Gonsenheim. In Mainz. In Deutschland. Und Weltweit.
Und beten füreinander. Für die Kranken. Für die Helfenden. Für die Nachbarn und für die Lieben.
Ein Vater Unser mag die 5 Minuten Glockenläuten beschließen.
Und die Bitte:
„Segne uns, oh Gott. Sei bei uns mit Deiner Kraft. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen“

 

vom 23.03.2020

 

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Andacht zum Hören: „Wir wissen gar nicht viel“

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Musik:

Der Mond ist aufgegangen (EG 482), Matthias Claudius (Text, 1779); Max Reger (Satz, 1905); Johann Abraham Peter Schulz (Melodie, 1770); Adolf Seifert (Satz); Solistenensemble (Interpret)

Bleibet hier und wachet mit mir (EG 789.2), Jacques Berthier (Text und Melodie, 1982), Ateliers et Presses de Taizé (Interpret, 1999)

 

Ihre

Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

P.S.: In Kürze finden Sie die Andacht auch hier zum Nachlesen.

vom 21.03.2020

 

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Bekämpfung des Corona-Virus

Unsere Einrichtung ist wie alle Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz bis zum 17. April 2020 geschlossen.

Unser Büro ist zeitweilig besetzt. Der Briefkasten wird geleert. Nachrichten, die uns per Post, per E-Mail – evkigamzg@googlemail.com – oder über den Anrufbeantworter erreichen, werden an Werktagen gelesen bzw. abgehört und zeitnah beantwortet.

Elterninformationen, die uns von kommunalen, staatlichen oder kirchlichen Stellen zugehen, stellen wir hier zur Verfügung.

 

Elterninformation der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion vom 06.03.2020

Hinweise und Elterninformation des Landesjugendamtes vom 09.03.2020

Elterninformation des Landesjugendamtes vom 13.03.2020

 

Für Kinder, deren Eltern in Bereichen tätig sind, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung des Staates und der Grundversorgung der Bevölkerung notwendig sind, und für die der Wegfall der Betreuung eine besondere Härte darstellen würde, ist eine Notbetreuung zu gewährleisten. Ein Formular zur Bestätigung der Notwendigkeit der Notversorgung – Stand 19.03.2020 – sowie Erläuterungen zu den Funktionsträger*innengruppen – Stand 19.03.2020 – finden Sie hier. Sollte ein solcher Fall eintreten, wenden Sie sich bitte an den Kindergarten oder an das Gemeindebüro.

Wenn wir neue Informationen zur Dauer der Schließung erhalten, werden wir sie hier veröffentlichen.

Ihre

Evangelische Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim

Evangelischer Kindergarten Mainz-Gonsenheim

 

Weitere Verlinkungen:

Informationsportal der Landesregierung zum Corona-Virus

Aktuelles aus dem Bildungsministerium

Aktuelles aus dem Landesjugendamt

 

vom 21.03.2020

 

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Corona-Krise: Informationen, Schutz und Glaube

Hier finden sie das aktuelle Service-Angebot der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

 

Darüber hinaus lädt die Evangelische Kirche Deutschland zum allabendlichen Balkonsingen/-musizieren ein.

Um 19 Uhr lädt die Evangelische Kirche alle Menschen ein, gemeinsam „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren – jeder und jede auf seinem Balkon oder im Garten. Denn Singen verbindet und tut gut.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

 

Hinweis: Das Gemeindebüro ist aufgrund der Corona-Krise zur Zeit zu den unten genannten Öffnungszeiten nur telefonisch und per E-Mail erreichbar.

Ansprechpartnerin: Stefanie Scholdei, Gemeindesekretärin der Gemeinde Gonsenheim

Adresse: Friedensstr. 35, 55124 Mainz

Telefon: 06131/44188

Fax: 06131/211924

E-Mail: gemeinde@ekg-gonsenheim.de

Öffnungszeiten des Gemeindebüros: Mo, Mi, Fr von 8.30 – 12.30 Uhr

In dringenden Fällen wenden Sie sich an unsere Pfarrpersonen.

 

vom 19.03.2020

 

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Veranstaltungen eingestellt

Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sind ab Samstag, 14. März, bis auf Weiteres alle Veranstaltungen und Publikumsangebote in der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim, Friedenstr. 35. eingestellt. Am Sonntag, 15. März, findet leider kein gemeinsamer Gottesdienst statt. Für diesen Sonntag geplante Taufen werden in geschlossenen Kreisen gefeiert. Pfarrerin Ruf-Körver steht am 15.3. ab 09.30 Uhr für ein persönliches Gespräch im Gemeindehaus zur Verfügung.

„Das Virus kann sich vor allem dann weiter verbreiten, wenn viele Menschen zusammenkommen. Da wir als Kirche immer wieder Menschen in Gottesdiensten, Veranstaltungen und in unserer täglichen Arbeit zusammenführen, haben wir eine große Mitverantwortung. Mit unserer Botschaft ist der Anspruch verbunden, gerade diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind. Das sind in der gegenwärtigen Bedrohung Menschen mit Vorerkrankungen und alte Menschen, aber selbstverständlich auch alle anderen“, schreibt die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und bittet Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen dringend, die aktuellen Handlungsempfehlungen zu beachten. Diese und weitere Informationen sind auf  hier einsehbar.

 

vom 14.03.2020

 

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Einkaufshilfe in Zeiten des Corona-Virus

Sind Sie über 60 oder leiden unter Vorerkrankungen und wollen den Supermarkteinkauf deshalb vermeiden? Wir haben eine Liste an Helfenden, die für Sie kleinere Einkäufe übernehmen würden. Melden Sie sich einfach bei Vikarin Olivia Rahmsdorf (0170/3484208). Sie wird Ihr Gesuch mit einem/einer Helfenden koordinieren.

Falls Sie selbst gerne helfen, und solche Einkäufe übernehmen möchten, weil Sie fit, ohne Symptome und Vorerkrankungen sind, melden auch Sie sich gerne unter oben stehender Nummer oder per Mail an o.rahmsdorf@gmail.com, am besten mit Wohnort und Handynummer.

Bleiben Sie alle wohl behütet!

 

vom 14.03.2020