Evangelische Kirche Mainz-Gonsenheim

Rückblick

Informationen für Sie zusammengefasst

Singende Flammen

Impressionen der ersten Veranstaltung

Eröffnung der Installation
„One of us cannot be wrong“
mit Professor Oldörp und Tanz-Klang

Ein Bericht zum Nachlesen gibt es hier

Weltgebetstag 2018

Weltgebetstag

Vor 130 Jahren begann er mit einer kleinen Gruppe von  Frauen unterschiedlicher
christlicher  Konfessionen in den USA. Inzwischen hat sich diese ökumenische
Basisbewegung zu einer internationalen christlichen Frauenrechtsbewegung
entwickelt, die sogar für den nächsten Friedensnobelpreis vorgeschlagen  wird.
Der WGT an jedem 1. Freitag im März ist sozusagen ihr internationaler „Aktionstag“-
Er wird heutzutage von Frauengruppen in 170 Ländern organisiert, die
weltweit vernetzt sind.

Jedes Jahr sind es Frauen aus einem anderen Land, die den Gottesdienst jeweils
unter ein biblisches Leitmotiv stellen, das für sie selbst in ihrer Lebenswelt eine
Orientierung geben soll.

2018 war es Surinam, das kleinste Land Südamerikas. „Gottes Schöpfung ist sehr
gut!“, rufen sich und uns die Surinamerinnen zu. Auch in den anderen Ländern sollen
sich die Menschen, Frauen und Männer, damit auseinandersetzen. In jedem Jahr
eine andere Perspektive auf die Welt! Sich in eine fremde Weltsicht einlassen! Das
ist gelebte interkulturelle Kompetenz! Dabei ist es der christliche Glaube, der die
gemeinsame Grundlage bildet.

Darum begann der WGT mit einer Länderinformation zu dem jeweiligen Land. Es
wurde vorgestellt mit seiner Geographie, Kultur, Geschichte sowie der aktuellen
politischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation.

 

 

Anschließend folgte der eigentliche Gottesdienst, geprägt von der
Kultur des jeweiligen Landes, nicht nur was die Musik, die Lieder betrifft. „;Betend handeln“ heißt, dass in dem Gottesdienst auch zu konkretem solidarischen Handeln
aufgerufen wird.

 

 

Die sehr beachtlichen Kollektensummen, gerade auch in Deutschland, fließen in
funktionierende Strukturen vor Ort. Nachhaltig unterstützt werden zur Zeit 100
unterschiedliche Projekte, z.B. Hilfe zur Selbsthilfe durch Bildung und Ausbildung,
Projekte zur Wahrung der Natur und Förderung von ökologischem Landbau oder solche, die Mädchen und  Jungen (!) stark machen gegen sexuellen Missbrauch und Ausbeutung.

Beim anschließendem Gemütlichen Beisammensein danach gab es ein
Büffet mit Spezialitäten nach Rezepten aus Surinam.
Das Weltgebetstagsteam 2018 unter der  Leitung von Frau Hildegard Wolf.

Auch Sie können spenden, jederzeit. Weitere Informationen finden Sie hier.

Der Weltgebetstag 2019 kommt aus Slowenien.
Wir freuen uns Sie nächstes Jahr begrüßen zu dürfen!

Ausstellung „Luther und Europa“

Bildungspolitik als Errungenschaft der Reformation

Mit der am 16. Januar im Evangelischen Gemeindehaus in Mainz-Gonsenheim eröffneten Wanderausstellung „Luther und Europa“ klingt das Reformationsjubiläum des vergangenen Lutherjahres nach.

Die Ausstellung „Luther und Europa“ war bis zum 21. Januar in Mainz-Gonsenheim zu sehen

26 informative Bildtafeln skizzieren durch einen didaktisch geschickten Aufbau die Auswirkungen der Reformation auf ganz Europa. Sieben Themenbereiche beleuchten zunächst das zeitgenössische Umfeld, gehen auf mittelalterliche Vorstellungswelten, auf neuzeitliches Denken, die humanistische Bildungsbewegung und auf Luther und seine Vorläufer ein. Im zweiten Themenblock stehen Luthers Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517, Luthers Auftritt in Worms mit dessen Weigerung zu widerrufen und die Frauen in der Reformationszeit im Mittelpunkt.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wirken des Landgrafen Philipp von Hessen (1504-1567), einem wichtigen politischen Akteur des Protestantismus. Er trifft Luther erstmals auf dem Reichstag in Worms 1521 und führt als einer der Ersten den neuen evangelischen Glauben in seinem Land ein. Über das umfassende kirchliche Reformprogramm des hessischen Landgrafen, die „Reformatio“ von 1526, heißt es auf einer der Bildtafeln: „Mit der theologischen Neuordnung gehen grundlegende bildungspolitische Reformen wie die Einrichtung von Elementarschulen, die Gründung einer Universität zu Marburg sowie die Etablierung eines Unterstützungswesens durch Stipendien einher.“ Die Bildungspolitik sei eine der großen Errungenschaften des Reformators gewesen, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Breul im Rahmen seines Impulsvortrags zur Ausstellungseröffnung.

Mit Blick auf den Themenblock „Luther und die Juden“ betont der Professor der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Mainz, es sei wichtig, dass man dieses unschöne

Kirchenhistoriker Prof. Dr. Wolfgang Breul, Universität Mainz

Kapitel nicht verschweige. Umfassend behandelt die Ausstellung das Marburger Religionsgespräch 1529, bei dem Luther und Zwingli, „die führenden Vertreter der beiden Hauptrichtungen der reformatorischen Bewegung in Europa“, nach einer Lösung im Abendmahlsstreit suchen. Näher beleuchtet werden zudem die Züricher und Genfer Reformation mit Zwingli, Bullinger und Calvin sowie die Ausbreitung des neuen Glaubens in Europa, ausgehend von Philipp von Hessen als „European Player“.

Was bedeuten nun Luther und die Reformation für Europa? Zunächst, so Prof. Dr. Breul, habe die Reformation einen gewaltigen Bildungsimpuls ausgelöst. Zudem werde Kirche seit jener Zeit „von unten gedacht“. Das beginne mit der Verantwortung aller Gläubigen. „Es gibt, wenn man es genau nimmt, keine Laien; alle haben Verantwortung für die Kirche. Jeder ist dazu befähigt, wenn die Gemeinde ihn dazu beruft.“ Ein weiterer wichtiger Impuls der Reformation sei die Eindeutschung des Gottesdienstes mit der Abkehr vom Lateinischen. „Was heute selbstverständlich ist, war damals eine Revolution“, sagt der Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte. So habe die Reformation auf breiter Front dazu beigetragen, dass Gottesdienste in der Sprache des Volkes abgehalten wurden.

Schließlich habe die Reformation die Diversifizierung von Religion beschleunigt, drei große christliche Konfessionen und zahlreiche kleinere religiöse Gruppen seien entstanden. Zugleich sei es noch immer eine Herausforderung, wie Religionen miteinander auskommen. Schon im 16. Jahrhundert habe es Religionsgespräche und Verständigungen gegeben. „Es gab damals schon Ansätze für einen modernen Umgang untereinander“, resümiert der Kirchenhistoriker abschließend.

Pfarrerin PD Dr. Angela Rinn, Mainz-Gonsenheim

Viele Ausstellungen habe sie im Lutherjahr besucht, erzählt Pfarrerin Dr. Angela Rinn den zahlreich erschienenen interessierten Besuchern der Vernissage. Bis sie diese Ausstellung gesehen habe, sei ihr allerdings nicht klar gewesen, „was für ein ‚Global Player‘ Landgraf Philipp von Hessen war. Er hatte politische Verbindungen in ganz Europa, bis hin nach Spanien“, so die Gonsenheimer Pfarrerin.

 

 

In ihrem Grußwort dankte Ortsvorsteherin Sabine Flegel der „engagierten Pfarrerin“, dass sie es geschafft habe, die informative Ausstellung im Sinne des Bildungsauftrags der evangelischen Kirche nach Gonsenheim zu holen. Mit Blick auf die vielen Interessierten der Vernissage sagte sie: „Ihnen ist es gelungen, Menschen auch außerhalb der Kirche anzusprechen und sie zu begeistern für Luther, für die Kirche und für Ihren Glauben.“

 

INFORMATION:

Die Ausstellung „Luther und Europa“ war bis zum 21. Januar im Evangelischen Gemeindehaus Mainz-Gonsenheim, Friedensstraße 35, zu sehen. Entwickelt hat die Ausstellung das Hessische Staatsarchiv anlässlich des Reformationsjubiläums 2017. Der Evangelische Bund Hessen verleiht die Ausstellung kostenlos an Kirchengemeinden, der Eintritt ist frei.

Begleitbuch zur Ausstellung: „Luther und Europa“ von Justa Carrasco und Reinhard Neebe, erschienen in den Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Band 30, Marburg 2015,

ISBN 978-3-88964-215-8

 

Weitere Impressionen:

Quelle: Evangelisches Dekanat Mainz / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Europa er-fahren

„Europa er-fahren“ bei Melanchthon und im Kloster Maulbronn

Die diesjährige Fahrt griff das Thema „500 Jahre Reformation“ noch einmal auf. Nach Eisenach und Wartburg 2016 ging es in den Südwesten nach Bretten, dem Geburtsort von Melanchthon.

Bei der Führung durch das Melanchthonhaus konnten die ca. 50 Teilnehmer entdecken, wie mit Melanchthon und Luther Humanismus und Reformation aufeinandertrafen: der junge Kollege, 1518 an die Universität Wittenberg berufen, das „neue“ Fach Griechisch aufzubauen und auch die Universität insgesamt im humanistischen Sinn zu reformieren, stellt sich auf die Seite Luthers. Sie werden enge Freunde trotz sehr unterschiedlicher Charaktere. Seine fachkundige linguistische Korrektur ist sein Beitrag zu Luthers Übersetzung des Neuen Testaments aus dem Griechischen. „Zurück zu den Quellen“ war auch das Prinzip bei der Übersetzung des Alten Testamentes. Er wurde auch zum „Außenminister der Reformation“, da er im Unterschied zu Luther sich frei bewegen konnte. Er organisierte das Bildungswesen neu, schrieb zahlreiche Lehrbücher, die in ganz Europa verbreitet waren. So erhielt er den Ehrentitel „Lehrmeister Deutschlands“.

Nach der Führung durch die reizvolle Altstadt stand am Nachmittag das UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Maulbronn auf dem Programm.

 

„Im Nordwesten des Landes liegt zwischen waldigen Hügeln und kleinen stillen Seen das große Zisterzienserkloster Maulbronn. Weitläufig und wohl erhaben stehen die schönen alten Bauten […], sie sind prächtig, von innen und außen, und sie sind in Jahrhunderten mit ihrer ruhig schönen, grünen Umgebung edel und innig zusammengewachsen.“

So beschreibt Hermann Hesse die am vollständigsten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Ursprünglich eine Niederlassung der Zisterzienser beherbergt sie eine evangelische Klosterschule, die u.a. Hesse, Hölderlin und Johannes Kepler besuchten.

Nächstes Jahr (2018) heißt es dann: „Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid der fahrenden Scholaren, ich will zu guter Sommerszeit ins Land der Franken fahren“ zu Riemenschneider und Balthasar Neumann.

Den Exkursionsführer für die Fahrt nach Bretten und Maulbronn am 09. September.2017 finden Sie hier zum Download!

Inzwischen häufen sich Anfragen, wann wir wieder nach Frankreich fahren. Wir haben verstanden!

Hildegard und Joachim Wolf

 

Nachklang

Impressionen der ersten Veranstaltung

Eröffnung der Installation
„One of us cannot be wrong“
mit Professor Oldörp und Tanz-Klang

Ein Bericht zum Nachlesen gibt es hier

 

SWR 2 – Wort zum Tag 1. bis 3.1. von Pfrn. PD Dr. Angela Rinn

Das SWR2 – Wort zum Tag (Rundfunkandacht) von Pfrn. PD Dr. Angela Rinn vom

Januar 2018 können Sie jetzt downloaden. Es wird vom 1. bis 3. Januar um 7.57 gesendet.

-> Weitere Termine und vergangene Rundfunkandachten finden Sie im Archiv.

SWR 2 – Wort zum Tag von PD Dr. Angela Rinn 09.11.-11.11.2017

Hier finden Sie die SWR2 Wort zum Tag Rundfunkandachten vom 09.11.2017 um 07:57 Uhr zum Thema „Mauerfall – Erinnerungen an die deutsche Teilung und Wiedervereinigung“, vom 10.11.2017 „Martin Luther hat Geburtstag – Nachgedanken zum Reformationsjubiläum“ und vom 11.11.2017 „Närrische Zeiten – Die Fassenacht hat mit Freiheit zu tun“ von Pfrn. PD Dr. Angela Rinn zum downloaden.

–> Download der Rundfunkandachten SWR2 Wort zum Tag

-> Weitere Termine und vergangene Rundfunkandachten finden Sie hier

„Feier-Abend“ – Ein Abend für alle Ehrenamtlichen der EKG

Am Sonntagabend, den 22. Oktober 2017 fand im Evangelischen Gemeindehaus der alljährlich stattfindende traditionelle „Feier-Abend“ statt. Der Mitarbeiterdank galt allen Erwachsenen und Jugendlichen, die sich in unserer Gemeinde engagieren.

 

 

Für musikalische Untermalung sorgte an diesem Abend, neben Essen, Trinken, Beiträgen und Begegnungen,  „Schall & Rauch“.

 

 

Für die vielen Erwachsenen und Jugendlichen, die sich in unserer Gemeinde engagieren, sind wir sehr dankbar.

Weitere Impressionen des Abends:

 

SWR 2 mit Pfrn. PD Dr. Rinn

Das SWR2 – Wort zum Tag (Rundfunkandacht) von Pfrn. PD Dr. Angela Rinn vom

Oktober können Sie jetzt downloaden.

-> Weitere Termine und vergangene Rundfunkandachten finden Sie im Archiv.

Verleihung des 4. Mainzer Ökumenepreises

Die Verleihung

Am Donnerstag, den 21. September 2017 wurde zum vierten Mal vom Evangelischen und Katholischen Dekanat der Mainzer Ökumenepreis in der Josefskapelle des Mainzer Altenheims verliehen.

Ausgezeichnet wurden dieses Jahr die ökumenischen Frauenteams der beiden Dekanate unter Frau Drewello-Merkel, die jedes Jahr gemeinsam den Weltgebetstag vorbereiten. Die Preisträgerinnen fungieren als sogenannte „Multiplikatorinnen“, die ihre Gedanken und Ideen zum alljährlich stattfindenden Weltgebetstag an die Gemeinden weiterleiten.

Überreicht wurde der Preis von den Dekanen Markus Kölzer und Andreas Klodt. Auch die Gemeindevertreterinnen wurden geehrt und erhielten eine Rose.

Im Rahmen der Feierstunde hielt Frau Dr. Dorothea Sattler, Professorin für Systematische Theologie und Direktorin des Ökumenischen Instituts der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster einen Festvortrag zum Thema „Ökumene ist weiblich!“ und schätzte damit die wichtige Arbeit der Frauen.

Auch Präses Dr. Birgit Pfeiffer lobte die Arbeit, ehrte die Damen in ihrer Laudatio und schilderte die Entstehung und Geschichte des Weltgebetstages. Sie endete mit den Worten: „Wir sind stolz auf die reiche Tradition des Weltgebetstages in Mainz“.

Der Weltgebetstag 2017

Dieses Jahr stand standen globale Gerechtigkeit von Frauen der Philippinen und die Frage „Was ist denn fair?“ im Zentrum des Weltgebetstages. Auch in Gonsenheim fand eine ökumenische Veranstaltung statt. -> Hier können Sie den Weltgebetstag nochmal Revue passieren lassen.

Ausblick auf den Weltgebetstag 2018

Nächstes Jahr steht der Weltgebetstag unter dem Motto „Gottes Schöpfung ist sehr gut“ und das Land Surinam im Vordergrund.

„Informiert beten – betend handeln“ – Kollekte stärkt Frauen weltweit!

Die Spenden am Weltgebetstag haben sich allein in Deutschland in den letzten Jahren auf die Gesamtsumme von ca. 2,6 Mio €. stabilisiert. So verbindet der Weltgebetstag  christlichen Glauben und Handeln für eine gerechtere Welt.

Auch Sie können spenden, jederzeit. Weitere Informationen finden Sie hier

 

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz