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Kindergottesdienst

 

Liebe Kinder,

da wir zur Zeit keinen Kindergottesdienst mit Euch feiern dürfen,
senden wir euch gerne für sonntags eine kleine Geschichtenzeit mit einer biblischen Geschichte zum Lesen oder Hören, einem Lied, einem Ausmalbild oder einer Bastelidee.
Wenn auch ihr diese Geschichtenzeit in der Zeit des lockdown gesendet bekommen möchtet, dann schreibt uns an: kigo@ekg-gonsenheim.de

Wir freuen uns auf Euch und
wünschen euch eine gesegnete Zeit bis wir uns wiedersehen,
Euer Kindergottesdienst-Team

 

Geschichtenzeit am Sonntag – 24. Januar 2021

Hier findet Ihr den Text zur Geschichtenzeit vom Sonntag, 24. Januar 2021 als Audiodatei und in Schriftform. Wenn Ihr das vollständige Material haben möchtet, sendet uns einfach eine E-Mail an:

kigo@ekg-gonsenheim.de

(Quelle: Zentrum Verkündigung)

Es ist für sie alle die schönste Zeit des Tages. Die Arbeit ist getan. Die ganze Familie sitzt am Tisch: Jesus, seine Eltern und seine jüngeren Geschwister. Beim Essen erzählen sie einander, was am Tag los war. Irgendwann sagt Jesus: „Jetzt ist Geschichtenzeit!“ Maria und Josef sehen einander an, und dann ist immer schnell klar, wer von ihnen beiden heute Abend erzählen darf.

Normalerweise erzählen sie die Geschichten aus der Bibel, aber heute sagt Maria: „Wir müssen noch das Lied üben, das wir morgen auf dem Weg nach Jerusalem singen. Da bleibt leider keine Zeit mehr für eine Geschichte.“ Schon seit Tagen reden sie von nichts anderem als von der Reise zum Fest in Jerusalem.

Jesus ist zwölf Jahre alt und kann das Lied schon längst auswendig. Er rollt mit den Augen. Maria lässt sich nicht beirren:

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt Hilfe für mich?“, sagt sie.

Die anderen sprechen zusammen:

„Hilfe für mich kommt von Gott.“

Alle zusammen sagen sie:

„Gott behüte uns vor allem Bösen und behüte unser Leben.

Gott sei bei uns auf unserem Weg. Amen.“

Danach erzählt Josef doch noch schnell eine kleine Geschichte. Dann ist Schlafenszeit. Morgen wollen sie sehr früh aufstehen.

Bei Sonnenaufgang gehen sie los. Alle tragen einen Beutel mit Wasser und Essen für den Weg, der drei Tage dauert. Fast alle aus dem Dorf gehen mit. Unterwegs wird viel gesungen. Abends lagern sie an windgeschützten Plätzen.

Jesus geht mit den anderen Jugendlichen ganz vorne. Immer wieder müssen sie lange warten, bis auch die letzten nachgekommen sind. Am dritten Tag, kurz bevor die Sonne untergeht, sehen sie endlich die Mauern von Jerusalem. Es leuchtet oben auf dem Berg in der Sonne. „Beeilt euch“; ruft Jesus aufgeregt, „bald sind wir da!“ In Jerusalem schaffen sie es nur noch bis zur Herberge, so müde sind sie. Sie essen noch ein bisschen Brot und gehen dann schnell schlafen.

Am Morgen laufen Jesus und die anderen Jugendlichen gleich zum Tempel. Überall in der Stadt sind Leute unterwegs und Stände mit Essen aufgebaut. Es ist so aufregend. Die vielen Menschen. Die riesengroßen Steine der Mauern. Die römischen Soldaten überall. Die steilen Treppen zum Tempel. Die wunderschön geschmückten Altäre.

Im Hof des Tempels sieht Jesus in einer Ecke Leute, die ins Gespräch vertieft sind. Er weiß, dass dort Menschen sind, die sich in der Bibel gut auskennen. Da zieht es ihn hin. Er stellt sich zu ihnen und hört zu. Er ist da gar nicht mehr weg zu kriegen. Seine Eltern und Freunde sieht er nur beim Essen und den Festgottesdiensten, zu denen alle zusammenkommen. Jeden Tag verbringt er Stunden mit den Bibelkundigen. Am dritten Tag traut er sich endlich, eine Frage zu stellen: „Wohnt Gott hier im Tempel?“ Einer der Männer wendet sich ihm zu und sagt: „Gute Frage. Was meinst du denn dazu?“ Jesus sagt: „Wir nennen den Tempel Haus Gottes. Aber wohnt Gott in einem Haus?“ Eine Frau fragt: „Wohnt Gott nicht überall?“ „Ja, aber hier können wir Gott besuchen. Warum würden sonst so viele hierher kommen?“, sagt ein Mann mit langem Bart. „Vielleicht ist Gott immer da, wo Menschen von Gott reden? Wie wir hier?“, sagt Jesus. So ähnlich gehen die Gespräche in den nächsten Tagen weiter. Abends ist Jesus immer ganz erfüllt und auch erschöpft von diesen Gesprächen.

Das Fest in Jerusalem ist zu Ende. Alle brechen wieder auf, um nach Hause in ihre Dörfer zu gehen. Jesus rennt noch einmal schnell die Stufen zum Tempel hoch. Er will sich von den Bibelkundigen verabschieden. Die wohnen fast alle in Jerusalem und treffen sich auch nach dem Fest weiter im Hof des Tempels, so haben sie es ihm erzählt. Er findet sie ins Gespräch vertieft und sie freuen sich, als er dazu kommt. Jesus vergisst völlig, dass er versprochen hat, gleich zurück bei seiner Familie zu sein.

Seine Familie und die Leute aus ihrem Dorf gehen ohne ihn los. Sie denken, er ist vorne mit den anderen Jugendlichen. Sie sind schon lange unterwegs. Bei einer Rast sucht Maria ihn: „Ist Jesus nicht bei euch?“, fragt sie seine Freunde. „Wir dachten, er geht mit euch“, sagen die. „Wir haben ihn noch gar nicht gesehen.“ „Aber bei uns ist er auch nicht“, ruft Maria erschrocken und rennt zu Josef zurück: „Jesus ist gar nicht mitgekommen, Josef! Wir müssen nach Jerusalem zurück und ihn suchen.“ „Hoffentlich ist ihm nichts passiert. Lass uns schnell gehen“, Josef wird ganz unruhig. So schnell sie können steigen sie den Berg nach Jerusalem wieder hinauf.

Auf den steilen Stufen zum Tempel können sie fast nicht mehr. Im Hof ruft Josef laut: „Da ist er ja, Maria!“, und zeigt in die Ecke mit den Bibelkundigen. „Gott sei Dank!“, sagt Maria und holt tief Luft. „Dieser Junge!“, seufzt Josef.

Maria rennt zu Jesus: „Kind. Da bist du ja. Dein Vater und ich suchen dich seit Stunden. Wir haben uns solche Sorgen gemacht!“ Jesus sieht sie verwundert an. Ganz ruhig sagt er: „Warum habt ihr mich gesucht? Ihr wisst doch, dass ich hier bin. Ich muss doch bei denen sein, die von Gott reden, damit ich mit ihnen zusammen Gott*Vater nah bin.“

Alle sehen Jesus erstaunt an. Niemand sagt etwas.

Nach einer Weile macht er sich mit den Eltern zusammen auf den Weg nach Hause. Als sie den Tempel verlassen haben, flüstert Maria Josef ins Ohr: „Was für große Worte unser Kind sagt. Was wird wohl aus ihm werden?“

 

Informationen & Kontakt

Ab 11.10.2020 feiern wir wieder Kindergottesdienst unter Corona-Bedingungen
Hier geht es zum Elternbrief mit allen Informationen, Terminen und dem Hygienekonzept
–> Anmeldebogen zum Kindergottesdienst


Wann und wo? (außerhalb von Corona)

An den Sonntagen, an denen der Gottesdienst der Erwachsenen im Evangelischen Gemeindehaus stattfindet. Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr, nach einer kurzen gemeinsamen Zeit gehen die Kinder ab dem Alter von 4 Jahren mit den Betreuerinnen in ihre eigenen Räume.

Gleichzeitig gibt es eine Kleinkindbetreuung bis zum Alter von 4 Jahren mit einer Betreuerin in dem Krabbelgruppenraum im Gemeindehaus.

Euch allen eine gute Zeit in Kindergarten, Schule und Familie! Wir freuen uns auf Euch und unseren nächsten Kindergottesdienst – herzliche Grüße Euer Kindergottesdienst – Team

 

Kontakt: 

Glock
Frau Glock, Tel: 06131 / 62 52 64

Fröhner
Frau Fröhner, Tel: 06131 / 38 38 84

Frau Kuhlmann
Frau Dörr
Frau Stiewing
Frau Gauß
Herr Seckler