Newsletter abonnieren

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Psalm 23 in der Schafstallkirche in Munster // Foto: Frank Vincentz

 

 

Sie finden hier

 

1. Eine Info zum Namen des Sonntags

Der lateinische Name des Sonntags geht auf den Eingangsvers der römischen Messe zurück: „Die Erde ist voll der Güte des Herrn (misericordias domini). Der Himmel ist durch das Wort des Herrn gemacht.“ (Psalm 33, 5b.6a)

 

2. Der Psalm zum Sonntag

Am Sonntag „Miserikordias Domini“ wird im evangelischen Gottesdienst Psalm 23 gebetet:

 

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue

und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.

Er führet mich auf rechter Straße um seines Names willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,

fürchte ich kein Unglück;

denn du bist bei mir,

dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch

im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl

und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

(MARTIN LUTHER)

 

Gott sorgt für mich

Niemals bin ich verlassen.

Gott befreit mich von der Lebensangst

Und erlaubt mir ein Dasein ohne Hast,

stärkt meine Seele und zeigt mir den guten Weg.

Gott will für mich Gott sein.

Auch in dunklen Zeiten habe ich keine Angst vor dem Letzten,

denn du bist bei mir,

deine Gegenwart und Geleit geben mir einen Schutz.

Du läßt mich teilhaben an der Fülle des Lebens,

obwohl es Gründe gibt, verzweifelt zu sein.

Du empfängst mich zärtlich

Und nimmst mich überschwenglich auf.

Ich lebe im Vorschein von Güte und Erbarmen

Und wohne im Vertrauen zu dir.

(ANETTE ARMBRÜSTER, WOLFGANG ARMBRÜSTER)

 

 

Der HERR gibt mir

für meine Arbeit das Tempo an.

Ich brauche nicht zu hetzen.

ER gibt mir immer wieder

einen Augenblick der Stille,

eine Atempause,

in der ich zu mir komme.

ER stellt mir Bilder vor die Seele,

die mich sammeln

und mir Gelassenheit geben.

Oft läßt ER mir mühelos etwas gelingen,

und es überrascht mich selbst,

wie zuversichtlich ich sein kann.

Ich merke:

Wenn man sich diesem HERRN vertraut,

bleibt das Herz ruhig.

ER ist in jeder Stunde da,

und in allen Dingen,

und so verliert alles andere

sein bedrohliches Gesicht.

Oft – mitten im Gedränge,

gibt ER mir ein Erlebnis,

das mir Mut macht.

Das ist, als ob mir einer

eine Erfrischung reichte,

und dann ist der Friede da

und eine tiefe Geborgenheit.

Ich spüre,

wie meine Kraft dabei wächst,

wie ausgeglichen ich werde

und mir mein Tagewerk gelingt.

Darüber hinaus

ist es einfach schön, zu wissen,

daß ich meinem HERRN auf der Spur

und daß ich, jetzt und immer,

bei IHM zu Hause bin.

AMEN

(TOKI MIYASCHINA)

 

3. Hier finden Sie / findet Ihr sehr verschiedene Vertonungen von Psalm 23

 

Klassisch (Bach)

J.S. Bach, Kantate BWV 104: Nr. 6 Choral „Der Herr ist mein getreuer Hirt“ Kay Johannsen

 

Klassisch (Schubert)

Hans Zender, „Der 23. Psalm“ aus „Schubert-Chöre“ für Solo-Tenor, Chor und Orchester / Liederhalle Stuttgart, Dezember 2016

 

Klassisch (Schütz)

Kreuzchor, Dresden Staatskapelle, Heinrich Schütz, Psalmen Davids, Der Herr ist mein Hirt, op 2 SWV 33 „Psalm 23“

 

Klassisch (Dvorák)

Antonín Dvorák, Biblische Lieder op 99 Nr. 4 „Der Herr ist mein Hirte“

Maria-Theresia Petersen (Orgel) und Nora Weinand (Sopran) in der Kirche St. Ignaz, Mainz

https://www.youtube.com/watch?v=_BlojUjGsyg

 

Klassik (Bernstein)

Leonard Bernstein, Chichester Psams: 2nd movement

Bow Valley Chorus unter Leitung von John Goulart, Karen J Minish (Sopran)

 

Englisch und in fettem Sacro Pop – Boxen aufdrehen und laut mitsingen!

People and Songs ft. Josh Sherman

 

Deutsch, noch etwas softer und mit ganz viel Gefühl – aus der Kölner Lanxess-Arena

Lothar und Margarete Kosse, Wunderbarer Hirt

 

Yes yo was geht ab? / Hip – Hop – Version

Wayne Hunnit, SHO, InFluence

 

Trance / Techno – Version auf deutsch, eher „gruftig“ und für Freund*innen der schwarzen Kutten, Ketten und Piercings

Wer erkennt die Stimme (Kinogeher und TV-Gucker sind klar im Vorteil)?

E nomine

 

Quarantäne-Version

Folk-Pop auf hebräisch in privaten Wohnungen eingespielt

Miqedem

 

Mit Zeichensprache gesungen – für Menschen ohne Gehör!

https://www.youtube.com/watch?v=hxfF_Qm_6SY

4. Auszug aus einer Predigt zum Sonntag Miserikordias

 

Predigttext: 1. Petrus 5, 1-4

 

Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll:

Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund; nicht als Herren über die Gemeinde, sondern als Vorbilder der Herde.

So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen. Desgleichen ihr Jüngeren, ordnet euch den Älteren unter. Alle aber miteinander haltet fest an der Demut, denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.

…

Führen und leiten, geführt werden, sich leiten lassen. Beides gehört zusammen. Beide Seiten sind uns vertraut. Sie gehören zu unserem Alltag – und das nicht erst, wenn wir erwachsene Arbeitnehmerinnen sind. Auch Jugendliche kommen in Situationen, in denen sie die Verantwortung für ein Zusammenspiel übernehmen müssen – vielleicht in einer Sportmannschaft, vielleicht in einer Arbeitsgruppe in der Schule, vielleicht in der Familie oder als Babysitter oder anderen Zusammenhängen.

Das ist schon mal das Erste, was man festhalten kann: Wir erleben – Gott sei Dank -, dass Menschen uns leiten, dass wir Menschen leiten. So schön und ideal die Vorstellungen von einem führungslosen und autoritätsfreien Raum vielleicht auch klingen, so unrealistisch sind sie doch!

Ein Trainer, der seiner Mannschaft niemals eine Strategie mit auf den Platz gibt und der einfach darauf hofft, dass sich die Spielzüge schon irgendwie entwickeln, der hat offensichtlich seinen Job verfehlt. Ein Dirigent, der davon ausgeht, dass seine Musiker sich schon irgendwie auf eine gemeinsame Tonart und einen gemeinsamen Beginn einigen werden, wird mit schrägen Tönen und Disharmonien rechnen müssen. Eine Richterin, die sich mit einem „Das ist mir auch alles zu kompliziert und schwierig“ davor drückt, ein Urteil zu fällen, wird zur Gerechtigkeit wenig beitragen. Und eine Mutter, die alle Entscheidungen von ihren kleinen Kindern selbst fällen lässt, wird diese maßlos überfordern.

Führen und leiten, geführt werden, sich leiten lassen. Nicht weil die einen so gern herrschen und den anderen mal so richtig sagen wollen, wo es lang geht, sondern damit die gemeinsamen Aufgaben gut und für alle zufriedenstellend gelöst werden. Nicht weil die anderen keine Eigenverantwortung wollen und sich lieber alles sagen lassen, sondern damit im gemeinsamen Handeln alle miteinander Ziele erreichen und das Zusammenleben gestalten.

…

Umso beeindruckender, dass in unserem Predigttext für alle Seiten (!) klare Kriterien genannt werden, wie die Leitung aussehen soll. Keine dummen Schafe, die sich für nichts interessieren; keine Schafe, die für dumm verkauft werden können. Wer es mit Leitung zu tun hat, sollte auf drei Dinge schauen:

Erstens: auf die Freiwilligkeit der Leitung; zweitens: auf die Bereitwilligkeit und Leidenschaft, mit der sie wahrgenommen wird; und drittens: darauf, dass es um die Gemeinschaft geht und nicht um die Macht. Freiwillig, bereitwillig und leidenschaftlich, und um der gemeinschaftlichen Aufgaben willen, als Vorbild, nicht als Herrscher sollte das Leitungspersonal unterwegs sein. Und in Ergänzung dazu legt der Text nahe, sich leiten zu lassen – und rät allen miteinander, egal in welcher Position, demütig unterwegs zu sein.

Ich verstehe das als die Empfehlung, mit einer gewissen Großzügigkeit auf die anderen zu schauen: wenn sie in ihrem Leitungsverhalten Fehler machen, nicht gleich das Schlimmste zu befürchten, sondern ihnen zuzugestehen, dass sie Lernende sind und sich vielleicht auch einmal korrigieren müssen. Wenn etwas schief geht, nicht gleich das Vertrauen zu entziehen, sondern nach Lösungen zu suchen; im Wissen darum, dass auch die Schafe Fehler machen und nicht ohne Fehl und Tadel sind.

Wie auch umgekehrt die Leitenden nicht voller Hochmut und mit einer gewissen Verächtlichkeit auf die ihnen anvertrauten Menschen schauen, so nach dem Motto: „Wie gut, dass die mich haben, sonst kämen sie gar nicht zurecht!“, sondern mit dem Wissen um die eigenen Grenzen und die eigene Gefährdung durch die Macht.

…

Der Hirte Jesus geht davon aus, dass die gute Weide Gott gehört und damit allen Menschen offen steht. Dafür nimmt er das Hirtenamt an, dass alle zum frischen Wasser kommen und gute Weide finden. Er leitet nicht in selbstherrlichem Größenwahn, sondern aus dem Vertrauen zu Gott. Er selbst lässt sich leiten. Immer wieder zieht er sich zurück und fragt betend nach dem, was Gottes Wille ist. So findet er Wege zum Leben.

Hirte und Schafe dürfen ihm folgen, seinem Beispiel, seiner Leitung. Bei ihm können sie die Freiheit entdecken, sich anzuvertrauen – und die Freiheit, Verantwortung zu übernehmen. Bei ihm können sie das Glück entdecken, ein Schaf zu sein – weil ein guter Hirte Sorge trägt. Dieser Hirte kennt Weg, Wahrheit und Leben.

 

5. Gebet

Mein Gott, mein guter Hirte,

ich komme zu dir und erinnere mich:

Dir erzähle ich von den Sorgen der vergangenen Woche.

Dier erzähle ich von der Freude in der vergangenen Woche.

In der Stille

 

Stille

 

Durch Täler und Höhen – du gehst mit mir.

Bleibe bei mir, Gott.

Heute, morgen, immer.

Amen.

 

von Pfarrer Andreas Nose

 

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Hören, vom 19.04.2020, dem 1. Sonntag nach Ostern, „Gottes Handschrift in meinem Leben“, finden Sie hier

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lesen und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

 

Musik, gespielt von Peter Paulnitz an der Orgel der Ev. Kirche in Gonsenheim:

I. Choral „Gott ist gegenwärtig“ in drei Vertonungen von Paul Kickstat, Max Reger und Norbert Linke
II. Choralbegleitung „Ich bin getauft auf deinen Namen“; Bearbeitung von Helmut Hoeft
III. Choralbearbeitung „Freu dich, du werte Christenheit“ (Nun freue dich, du Christenheit) eines anonymen Komponisten des 18. Jahrhunderts

 

Orgel:

Kantor Peter Paulnitz (an der Orgel der Evangelischen Kirche Mainz-Gonsenheim)

 

Texte:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

Collage aus Tauf- und Konfirmationssprüchen:
Daan Apeldoorn (1. Samuel 16,7)
Carola Lauck (Römerbrief 13,10)
Claus Enders ( Matthäusevangelium 6,33)
Renate Fröhner (Psalm 91,11.12, Spruch der Tochter)
Annelie Burghause (Psalm 119,133)
Jannik Blum (Psalm 143,10)
Oliver Clancy (Römer 12,21)
Andreas Nose (Johannesevangelium 10,27, Spruch des Sohnes)
Marietheres Wichmann (Joh 8,12)
Kristian Körver (1. Johannesbrief 4,16)
Anne Ruf-Körver (Psalm 27,1)
Olivia Rahmsdorf (1. Samuel 16,7)

 

Bilder:

Anne Ruf-Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Ostermontag zum Mitmachen für die ganze Familie „Wo zwei oder drei in einem Namen versammelt sind“ vom 13.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Lese und Beten Ostersonntag,vom 12.04.2020 finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt Sie herzlich ein: Immer samstags und sonntags von 10:00-12:00 Uhr.

Wir achten – wie wir es aus dem Supermarkt kennen – auf die Einhaltung der grundlegenden Hygieneregeln. Das bedeutet:

Menschen dürfen einzeln und mit 2m – Abstand eintreten und sich in der Kirche aufhalten.

Im Kirchenraum dürfen sich außer den Betreuenden maximal 7 Personen aufhalten (das beachtet die 10 qm – Fläche / Person – Regel).

Wenn die Anzahl erreicht ist, bitten wir Sie durch ein Zeichen zu warten. Das heißt, spätestens in dem Moment, wo 7 Besucher*innen in der Kirche sind, sollten Sie eine der betreuenden Personen folgen – so wie wir es vom Personal vor den Supermärken kennen.

Herzlichen Dank.

Ihre Evangelische Kirche Mainz-Gonsenheim

 

Impressionen von der offenen Kirche:

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt Sie herzlich ein: Immer samstags und sonntags von 10:00-12:00 Uhr.

Wir achten – wie wir es aus dem Supermarkt kennen – auf die Einhaltung der grundlegenden Hygieneregeln. Das bedeutet:

Menschen dürfen einzeln und mit 2m – Abstand eintreten und sich in der Kirche aufhalten.

Im Kirchenraum dürfen sich außer den Betreuenden maximal 7 Personen aufhalten (das beachtet die 10 qm – Fläche / Person – Regel).

Wenn die Anzahl erreicht ist, bitten wir Sie durch ein Zeichen zu warten. Das heißt, spätestens in dem Moment, wo 7 Besucher*innen in der Kirche sind, sollten Sie eine der betreuenden Personen folgen – so wie wir es vom Personal vor den Supermärken kennen.

Herzlichen Dank.

Ihre Evangelische Kirche Mainz-Gonsenheim

 

Impressionen von der offenen Kirche:

Die Evangelische Kirchengemeinde lädt Sie herzlich ein: Immer samstags und sonntags von 10:00-12:00 Uhr.

Wir achten – wie wir es aus dem Supermarkt kennen – auf die Einhaltung der grundlegenden Hygieneregeln. Das bedeutet:

Menschen dürfen einzeln und mit 2m – Abstand eintreten und sich in der Kirche aufhalten.

Im Kirchenraum dürfen sich außer den Betreuenden maximal 7 Personen aufhalten (das beachtet die 10 qm – Fläche / Person – Regel).

Wenn die Anzahl erreicht ist, bitten wir Sie durch ein Zeichen zu warten. Das heißt, spätestens in dem Moment, wo 7 Besucher*innen in der Kirche sind, sollten Sie eine der betreuenden Personen folgen – so wie wir es vom Personal vor den Supermärken kennen.

Herzlichen Dank.

Ihre Evangelische Kirche Mainz-Gonsenheim

 

Impressionen von der offenen Kirche:

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind

Osterandacht zum Mitmachen für die ganze Familie

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

Druckt Euch dieses Liedblatt aus, damit gleich alle mitsingen können. Stellt einen kleinen Tisch vor Euch, auf dem ihr eine Kerze platziert und wenn ihr möchtet, ein paar Blumen oder ein Kreuz. Die Kerze werden wir im Laufe der Andacht gemeinsam miteinander anzünden. Legt schon mal Streichhölzer parat! Holt euch ein paar Kissen und setzt euch gemeinsam vor den
Tisch und ruft die Audio Andacht zum Ostermontag auf.

 

Musik von Gonsenheimer Musikvirtuosen:

Intro und Outro: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind (EG 577), Kommunität Gnadenthal 1972, interpretiert von Peter-Lukas Gebert aus Gonsenheim
Erstes Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind (EG 577), Kommunität Gnadenthal 1972, interpretiert von Peter-Lukas Gebert und Eva Kratz aus Gonsenheim
Zweites Lied: Jesus lebt, ich freue mich, Urheber unbekannt, interpretiert von Pfrn. Anne-Bärbel Ruf-Körver und Pfr. Kristian Ruf-Körver
Drittes Lied: Vom Anfang bis zum Ende (EG+ 44), Daniel Kallauch, interpretiert von Pfr. Andreas Nose

 

Text:

Klangerzählung nach Lk 24,36-43

 

Bilder:

Pixabay / Alexas_Fotos

 

Ihre

Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf

 

 

Hier finden Sie die Anleitung für die Andacht zum Mitmachen für die ganze Familie.

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

Liebe Musikfreunde der Evangelischen Kirchengemeinde Mainz-Gonsenheim,

Frau Daferner aus unserem Posaunenchor musiziert mit der ganzen Familie ein paar Lieder zu Ostern aus dem Evangelischen Gesangbuch für Sie. Schlagen Sie die Gesangsbücher auf und singen Sie von zuhause aus Ihrem Wohnzimmer, am Fenster, auf Ihrem Balkon oder aus Ihrem Garten mit. Sie sind herzlich dazu eingeladen. #osternvombalkon

Initiiert wurde das Projekt von der Leiterin des Posauenchores, Frau Anne Eichner.

Über den folgenden Link gelangen Sie zu den Videos. Aufgrund der Dateigröße ist es leider nicht möglich die Videos auf unserer Homepage einzubinden und bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank.

Sie sehen und hören:

EG 99: Christ ist erstanden

EG 103: Gelobt sei Gott im höchsten Thron

EG 112: Auf, auf, mein Herz, mit Freuden

EG 116 Er ist erstanden, Halleluja

EG 117: Der schöne Ostertag

 

Frohe Ostern. 

 

Besetzung der Familie Daferner:

Jana- Saxophon

Lea- Trompete

Patrick- Kontrabass

Anne- Posaune

 

 

 

 

Sie finden hier:

Einen Auszug aus einer uralten Predigt zum Karsamstag … oder doch schon zum Ostersonntag?

Leider keinen Osterwitz!

Gedanken zu Klopapier und dem Blau unserer Kirchenfenster

 

 

1. Der Autor der Predigt: Epiphanios von Konstantinopel

Kaiser Justin I. bestimmte – mit dem Einverständnis der Bischöfe, Mönche und des Volkes – im Jahr 520 nach Christus Epiphanios zum Patriarchen von Konstantinopel (wikipedia). Seine Amtszeit dauerte bis zu seinem Tod im Jahr 530.

Er wurde in so großer Einstimmigkeit seiner Umgebung Patriarch, weil alle hofften, er würde die Beziehung zwischen Rom und Byzanz fördern, zwischen dem Papst und dem Patriarchen und den Christinnen und Christen, die sie repräsentierten. Diese Erwartungen hat er erfüllt. Schon in einem ersten Brief an Papst Hormisdas erweist Epiphanios sich als ein Mensch, dem es gelingt, Vertrauen zu schaffen (Lexikon für Theologie und Kirche).

 

2. Der Text: Aus einer Homilie am großen und heiligen Sabbat

(aus einer Predigt zum Karsamstag)

Epiphanios zugeschrieben

Was ist das? Tiefes Schweigen herrscht heute auf der Erde, tiefes Schweigen und Einsamkeit. Tiefes Schweigen, weil der König ruht. „Furcht packt die Erde und sie verstummt“, weil Gott – als Mensch – in Schlaf gesunken ist und Menschen auferweckt hat, die seit unvordenklicher Zeit schlafen. Gott ist – als Mensch – gestorben, und die Unterwelt erbebt. Gott ist für kurze Zeit in Schlaf gesunken und hat die in der Welt des Todes erweckt.

Er geht auf die Suche nach dem erstgeschaffenen Menschen wie nach dem verlorenen Schaf. Besuchen will er, „die völlig in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes“. Er kommt, um den gefangenen Adam und die mitgefangene Eva von ihren Schmerzen zu erlösen, er, zugleich Gott und der Eva Sohn.

Er faßt Adam bei der Hand, hebt ihn auf und spricht: „Wach auf, Schläfer, und steh auf von den Toten, und Christus wird dein Licht sein!“

Ich habe dich nicht geschaffen, damit du im Gefängnis der Unterwelt festgehalten wirst.

„Steh auf von den Toten!“ Ich bin das Leben der Toten. Steh auf, mein Geschöpf, steh auf, meine Gestalt, nach meinem Abbild geschaffen! Erhebe dich, laß uns weggehen von hier! Du bist in mir und ich in Dir, wir sind eine unteilbare Person.

 

3. Kein Osterwitz – aber eine Möglichkeit, falls das Klopapier ausgeht

In der AZ wurde es vor kurzem zitiert, zu finden ist es zusammen mit anderen Anekdoten auch unter swr2.de

Der Komponist Max Reger (1873 – 1916) antwortete auf die Kritik an einem seiner Werke:

Sehr geehrter Herr! Ich sitze hier im kleinsten Raum meines Hauses und lese ihre Kritik. Noch habe ich sie vor mir … Hochachtungsvoll: Max Reger.

 

4. Die Farbe Blau

In der AZ vom 04./05.04.2020 findet sich diese Begebenheit erwähnt. Tatsächlich ist es ein Artikel über Klopapier, der natürlich auf ein verstorbenes Mitglied unserer Gemeinde, Hans Klenk und seine Firma „Hakle“ verweist. Hans Klenk hatte nach dem II. Weltkrieg die Fenster des Chorraums unserer Kirche mit Bildern zur Geschichte Christi (Weihnachten, Karfreitag, Ostersonntag) gestiftet. 50 Jahre später stiftete sein Sohn Dieter Klenk der Gemeinde wunderbare Fenster von Johannes Schreiter. Sie tauchen den Kirchenraum seitdem dezent in ein blaues Licht.

Bevor Derek Jarman an AIDS starb, drehte er einen letzten Film, „Blue“ (Blau), 1993.

Der Film des – aufgrund seiner Krankheit blind werdenden – Regisseurs zeigt nichts anderes als eine blaue Fläche. Der Ton beginnt mit Glockenläuten. Dann hört man aus dem „Off“ die Lesung von Tagebuchnotizen, Erinnerungen und Gedanken des Kranken. Vor allem aber die Farbe nimmt Gedanken Jarmans auf:

Eine blaue statt weiße (leere) Leinwand als Hinweis auf ein erfülltes Leben; und als Hinweis auch auf die Unendlichkeit von Himmel und Ozeanen.

Pablo Picasso widmet seine Bilder in seiner „blaue Periode“ vor allem Armen, Kranken, Bedürftigen, Bettlern, Menschen, die leiden, Menschen am Rand der Gesellschaft.

Mich erinnert die Farbe unserer Fenster auch an unsere Fähigkeit, am Leid anderer Menschen Anteil zu nehmen. Von Jesus wird erzählt, dass er einmal vom Hügel aus auf die Stadt Jerusalem sah und bitterlich zu weinen anfing; weil ihm die Menschen leid taten. Manche verstehen das nicht. Ihnen ist unser Gott nicht göttlich genug. Er ist offensichtlich nicht der, der Stärke zeigt und alles regelt. Ja, er weint sogar. Und dann noch das Kreuz.  Für mich ist das eine Stärke: Wir haben einen Gott, der mitleidet.

Die Schreiter-Fenster verbindet im unteren Bereich ein umlaufendes Band, Zeichen von Gemeinschaft, Solidarität; wir sind nicht allein. Dazu kommen unzählige Säulen und Linien, die – nicht immer ungebrochen und doch stabil und kreativ – für die Verbindung von Himmel und Erde, Gott und uns Menschen stehen.

Johannes Schreiter sagte uns: Bei den Säulen dürfen wir gern auch an Haltung denken, an Rückgrat, an Standfestigkeit.

Epiphanios: „Steh auf von den Toten!“ Ich bin das Leben der Toten. Steh auf, mein Geschöpf, steh auf, meine Gestalt, nach meinem Abbild geschaffen! Erhebe dich, laß uns weggehen von hier! Du bist in mir und ich in Dir, wir sind eine unteilbare Person.

 

Ihr

Pfarrer Andreas Nose

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

 

Unsere Pfarrerin Anne Ruf-Körver, Pfarrer Andreas Nose und Vikarin Dr. Olivia Rahmsdorf haben für Sie eine Reihe von Andachten zum Nachlesen oder Nachhören zusammengestellt: 

Den Ostergruß zum Hören vom 12.04.2020 „Der Herr ist auferstanden“ finden Sie hier

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier

Wenn wir uns schon nicht physisch begegnen können, so können wir doch gemeinsam singen, summen, nachdenken und beten. Diese Andacht möchte dabei Hilfe sein.

 

Musik:

EG 99 Christ ist erstanden
Postludium über „Christ ist erstanden“ von Thomas Albus aus dem Jahre 1999.

 

Orgel:

Kantor Peter Paulnitz (an der Orgel der Evangelischen Kirche Mainz-Gonsenheim)

 

Text:

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Bilder:

Anne Ruf-Körver

 

Ihre

Pfarrerin Anne Ruf-Körver

 

Weitere Andachten zum Nachlesen oder Nachhören finden Sie hier:

Die Andacht zum Karsamstag vom 11.04.2020 finden Sie hier

Die Andacht zum Hören von Karfreitag vom 10.04.2020 „Im Dunkel unsrer Nacht“ finden Sie hier

Die Abendandacht zum Hören von Gründonnerstag vom 09.04.2020 „Trotzdem gehören wir zusammen“ finden Sie hier

Die Andacht zum Palmsonntag finden Sie hier

Die Andacht zum Hören vom 28.03.2020 „Aber Du weißt den Weg für mich“ finden Sie hier

Die Andacht vom 21.03.2020 „Wir wissen gar nicht viel“ finden Sie hier